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Dar-es-salaam : Bilder aus dem Kolonialleben / von A. Leue
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Schutze des Lagers Vorkehrungen zu treffen, da ein über den Gebirgszug laufendes, eiueu prachtvollen Anblick gewährendes Wildfeuer sich uns uähertc. Um ihm die Nahrung zu uehmeu, ließ ich riugs niu das Lager das trockene Gras abbrennen, so daß wir von dem Fener nicht hätten geschädigt werden können. Es schwenkte aber noch so rechtzeitig ab, daß wir nicht einmal davon belästigt wurden.

Mit dem Rntschugi hatte ich die Grenze von Uwinsa überschritten und hatte demgemäß von hier aus ans dem Weitermarsche nach Udjiji in erster Linie das Mtauland zu durchziehen.

Nachträglich war es mir doch angenehm, daß ich mich in die Uwinsawirren nicht weiter hatte verwickeln lassen. Durste ich doch annehmen, daß sich die dortigen Kampfhähnc schon allein wieder beruhigen würden. In der Tat ist nach dem Abscheiden Kassanulas, welcher einige Tage nach meiner Abreise starb, der Krieg von selbst eingeschlafen. Zum Nachfolger Kassanulas hatten die Großen des Landes sein Kind Luren- gerula erwählt. Sogera-Lusunzu, der Kronprätendent, aber war verjagt worden. Als Landesverwiesener und Flüchtling kam er einige Monate später nach Tabora, lim sich unter meinen Schntz zu stellen. Nachdem ich, seinem Wuusche ent­sprechend, bei den Wawinsa durchgesetzt hatte, daß sie ihm sein Eigentum, seine Familie und seine Herde auslieferten, siedelte ich ihn in der Nähe von Tabora an. Von Msoma habe ich später nur gehört, daß er sich, nachdem er eine Zeit lang am Malagarasi geweilt, dem südlichen Ugalla zu­gewandt hätte.

WD.

Am 19. August 1895 übernachtete ich am Massungue- Bache mitten im Walde von Ukaranga. Wir lagerten iu eiuer