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schränkte sich deshalb darauf, sich in den Besitz des Doppelhorns zu setzen. Das vordere Horn, das sich leider durch eine Kugel beschädigt zeigte, war etwa 70 em, das Hintere 15 om lang.— Außerdem ließ der Europäer uoch eiueu Vorderfuß des Nashorus abschueideu und luituchmeu. Glanbte er doch in eiuem Reisewerke geleseu zu haben, daß ein Rhiuocerosfuß, in heißer Asche gebacken, eine Delikatesse sei, — Man konnte immerhin die Sache ja einmal probieren. — Als eine Stunde später au eiuem Waldbache das Lager aufgeschlagen worden war, wurde uuweit der Feuerstelle ein Loch gegraben, und der Fnß, wohl zubereitet, zwischen heißen Steineu hiueiugebettet. Sodaun wurde die gauze Öffnung mit glühender Asche ausgefüllt. Mit einiger Spannung sah der Expeditionschef der Borführung dieser eigenartigen Speise entgegen. Endlich war sie fertig und wurde vom Koch mit vieler Sorgfalt aufgetischt. In der Schüssel duftete sie auch vielversprechend. Aber o weh! Als mau das Gericht bei Lichte besah, da sah es aus wie Seife- und was schlimmer war, es schmeckte auch so. —
Uwiiisn.
Ju Ugalla, auf dem Marsche von Tabora nach dem Tau- gauikasee, hatte ich am 19. August l.895 ein Treffen mit Tagarnlla von Ussenje zu bestehen gehabt, ein fchweres Gefecht, das zwar mit dem Tode des Häuptlings und der Erstürmung seiner TembeLimmnue geendet hatte, jedoch uicht ohue Berluste für mich abgelaufen war.
Den auf das Gefecht von Limusme folgenden Tag, den 11. Angust 1895, verbrachte ich uoch zum Teil in Kaneuagule bei dem Häuptling Fopvre. Bon hier aus sandte ich vier schwer verwundete Soldaten, die ich in Hängematten hatte verpacken lassen, unter Führung des Lazarettwärters Ombaschi Farra- gallcch Mohamed nach Tabora zurück. Fopvre mußte mW hierzu die Träger stellen. Als Eskorte des Trausportes dienten einige leicht kranke Sudanesen. Nachdem ich unter den mir verbleibenden 63 Askaris die Reservemnnitiou verteilt hatte,.