ebenso so kurz wie kühl. Sie hat mir jedenfalls keine Träne des Bedauerns nachgeweint. Da sie sich aber später niemals wieder etwas zu Schulden kommen ließ und sich der Station gegenüber stets zuvorkommend zeigte, so darf ich auuehmeu, daß sie sich meinen Besuch hat zur Lehre dieneu lassen.
Zwei Tage später, am 20. Mai, kam ich mit meiner Karawane wohlbehalten in Tabora wieder an.
Mitinginia.
In Angelegenheiten des Stokesschen Nachlasses hatte ich dienstlich in Ussongo zu tuu. — Da ich auf dem bevorstehenden Marsche das Ländchen der Sultanin Tau vvu Mdala, mit der die Station Tabora schon längere Zeit ans gespanntem Fuße stand, passieren mußte und eventuell eiueu Abstecher unch Ussuri zur Beilegung einer Streitigkeit zwischen dem Häuptling von Jramba und dem Elefanteujäger Kimaragombe machen wollte, so hielt ich es für nötig, mich von einer achtunggebietenden Mannschaft begleiten zn lassen. Ich gab daher einem der deutschen Unteroffiziere Befehl, sich mit 60 Mann der 10. Kompagnie für die Expedition in Bereitschaft zu setzeu. Außerdem schloß sich mir uoch der arabische Wali, Sef bin Scmd, mit einem Teile seines Hausstandes au. Der kluge Sef biu Saad, der schon 17 Jahre in Tabora weilte, ohne das Weichbild des Ortes überschritten zn haben, wollte die gute Gelegenheit benutzen, seine Keuutuisse vou Land und Leuten zu erweitern. In unserem Askari-Dorfe erregte die Marschorder eine freudige Bewegung. Bestand doch fast ein Drittel der Kompagnie aus Leuten des uns befreundeten Sultans Mitinginia von Ussongo. Und selbstverständlich erwies ich diesen Askaris die Gefälligkeit, sie, soweit wie angängig, zum Besuche ihrer Heimat mitzunehmen.