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„Also doch!" rief der Offizier lächelnd, als ihm Juma seine Braut vorstellte, „nun, meinen Segen hast Du."
Noch am selben Tage wurde im Askaridorfe die Hochzeit gefeiert, au der fast die ganze Kompagnie, nnd selbst der Polizei-Sol Mansur Kalil, teilnahm. Eine phänomenale Goma wurde abgehalten, und die Houigpombe floß in Strömen. — Juma und Schausikn aber waren glücklich. —
S'bi Discha.
Als ich im Jahre 1895 Statiouschef von Tabora in Dentsch-Ostcifrika war, wurde mir Ende April angezeigt, daß in Ugnnda, zwei Tagemärsche südlich von Unyanyembe die Karawane eines Tabora-Händlers auf dem Durchmarsche überfallen und beraubt worden sei. Der Führer selbst, besagte die Meldung, sei erstochen worden, während die Träger sich in Sicherheit gebracht hätten. Die Handelsgüter, in Gestalt von sieben Elfenbeinzähnen, einigen Stofflastcn und einer Herde Kleinvieh, seien von der Bibi Discha, der Herrscherin von Ugnnda, mit Beschlag belegt worden. Die Streitigleiten seien dadurch entstanden, daß der Händler sich geweigert hätte, der Bibi Discha Hongo (Wegezoll) zu zahlen.
Wenn sich die Sache wirklich so verhielt, war der Mann völlig in seinem Rechte gewesen, da seitens des Gouvernements jede Forderung von Hongo als Erpressung verboten worden war.
Ans Veranlassung der Kinder des Ermordeteu, denen es übrigens in erster Linie nur darauf ankam, die Hinterlassenschaft ihres Vaters zu erlaugeu, sandte ich pflichtgemäß zwei Gerichtsboten zu der Sultnnin mit dem Ersuchen, die Angelegenheit aufzuklären. Da die Kaiserliche Station bis dahin gute Beziehungen zu der Bibi Discha unterhalten hatte, so lag mir