in Morogoro glücklich wieder angelangt. Ganz befriedigt von den Erlebnissen des Tages suchte ich mein Feldbett auf, um mich durch einen langen Schlaf zu kräftigen für die Reisestrapazen des folgenden Morgens.
Usagara.
Hat man in Ostafrika die wildreichen Jagdgründe der Makata-Ebene durchkreuzt, und hat man auf kühngeschwuugenem Brückenstege den rauscheudeu Mukondogwafluß überschritten, so sieht man in blauer Ferue das Usagaragebirge, wie ein Land der Verheißung, sich vor einem aus der Ebeue erheben. Dort liegt also Usagara, die von so manchem Afrikareisenden ihrer Schönheit und Fruchtbarkeit wegen so hoch gepriesene Landschaft, welche mit Fug und Recht als die Wiege der Kolonie „Deutsch-Ostafrika" bezeichnet werden darf! Ist es doch dieses Bergland gewesen, das die Blicke der „Gesellschaft für Deutsche Kolonisation" auf sich gelenkt und die deutscheu Kolonial- männer in erster Linie zur Erwerbung des ostafrikanischen Schutzgebietes angereizt hat. — Usagara war das Kleinod, zu dessen Gewinnung zielbewußt dieHerren Dr.Peters, Dr, Jühlke uud Genossen im Dezember 1884 auszogen.
Schau ich auf die dunkelblauen Berge Usagaras hin, Kommen nur die altersgrauen Deutschen Burgen in den Sinn;
summte ich für mich hiu, als ich mich am 8. Dezember 1894 auf dem Marsche uach Tabora dem Usagaragebirge näherte. Tatsächlich fühlt man sich von der eineu dort umgebenden lieblichen Szenerie ganz heimatlich berührt. Man glaubt in Thüringen zu sein, und unwillkürlich schaut man sich nach irgendwelchen Burgruinen oder sonstigen malerischen Berg- gipfelkrvnungen um, wie man sie in Deutschland zu sehen ge-