Nach den, schwierigen Nachtmarsche durch die brütend heiße Küsten-Niederung war es für meinen Kameraden und mich ein hoher Genuß, auf der Kommandobrücke des kleinen Dampfers in den bequemen Bombaystühlen liegen zu können, und uns den kühlen Seewind um die Schläfen wehen zu lassen. Da es schon zu spät geworden, um noch am selben Tage unsere Station erreichen zu können, so übernachteten wir, vor Anker liegend, im Schutze der kleinen Insel Fandjowe. Am Mittage des folgenden Tages, des 21, Dezembers 1889, langten wir wieder in Dar-es-Snlaam an. Unsere Erpedition, die ohne jeden Verlust verlaufen war, stellte sich insofern als besonders erfolgreich heraus, als die rebellischen Araber nicht wieder nach Kissijn zurückgekehrt waren, sondern sich direkt nach Sansibar bezw, nach Arabien begeben hatten. In Kissiju war ihnen doch der Boden unter den Füßen zu heiß geworden.
Dem Beludschen-Jemadar Safiri wurde später in Dar- es-Salacnn der Prozeß gemacht. Vom Reichskoinmissarial zum Tode verurteilt, endete er bald darauf am Galgen, Damit hatte, wenigstens zum Teil, die Vernichtung der latho lischen Benediktiner-Mission zu Pugu ihre Sühne gefunden.
PalnmnKnn.
Bana Heri, der Glückliche, saß im Hinrerlande seiner ehemaligen Residenz Zaadani, und wehrte sich gegen unc-, wie ein eingekreister Löwe, Bald hier, bald dort stieß er vor und teilte nach rechts und links Prankenhiebe aus. Seine Kriegerschaar mochte gegen 12W bis 1590 Köpfe zählen, — Mit wechselndem Glücke hatten wir bisher gegen ihn gefochten. War er auch von Wißmnnn bei Mlembule am 4. Januar l^!><> aufs Haupt geschlagen worden, so hatten doch vereinzelte militärische Expeditionen mit ihm Zusammenstöße