scheinlichkeit nach auf einer Pürsche begriffen gewesen, hatte sich aber zurückgezogen, als er mit den ihm unbekannten menschlichen Wesen zusammen getroffen war. —
Wenige Minuten später setzten wir unseren Marsch fort, froh, das Abenteuer, wenn auch ohne Beute, so doch mit heiler Haut bestanden zu haben. Nur mit Miihe konnten wir den Kofferträger einholen, der auf die nähere Bekanntschaft mit dem Löwen keinen Wert gelegt, nnd unsere Abschweifung vom Wege benutzt hatte, sich in der Richtung auf Dar-es-Salaam schleimigst davon zu machen.
Als ich einige Zeit darauf nach Pugu zurückkehrte, zeigte ich im Vorüberziehen meinen europäischen Begleitern, unter denen sich auch der bekannte Reisende Otto Ehlers befand, die Wohustätte des Raubtieres. Sie war aber, wie es schien, von ihrem Inhaber inzwischen verlassen worden. Von den Tierüberresten nahmen sich die Herren einige Gehörne mit, zum Andenken an das Lager des Löwen.
Die Kebellion.
„Bana Mkuba, steh auf, sie kommen!" rief ein Askari, der in der Frühe des 10. Januar 1889 zu Dar-es-Salaam an mein Bett stürzte, und mich aufgeregt am Arme rüttelte.
„Wer kommt?" fragte ich noch halb im Schlafe.
„Die Feinde, die Rebellen!" versetzte er und raunte wieder
davon.
„Na, endlich!" dachte ich, kleidete mich schnell an, und' stieg auf das flache Dach unseres Hauses.
Schott seit Monateu hatte» wir uus in kleinen Scharmützeln mit den Aufständischen hcrumgeschosseu, ohue daß es zu einem erustlicheu Gefechte gekommen war. Gingen wir unsererseits gegen sie vor, so wichen sie uns aus oder zogen sich zurück. Wochenlang waren sie anch aus der Umgegend ver-