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1 (1909) Togo und Kamerun
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Der Handel.

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große Zahl der auf die Hauptgetreidearten des Schutzgebietes, auf Mais, Reis, Sorghum und eine als Duchu bezeichnete Kolbenhirse, entfallenden Nummern während der Landwirt­schaftsausstellung ein Bild. Denn allein auf diese vier Körnerfrüchte kamen mehr als 700 Einzelnummern, wäh­rend die für die Tropen so bezeichnenden Knollen- und Zwiebelgewächse sogar von 1024 Ausstellern eingesandt waren.

Der Handel des Schutzgebiets.

Togo nimmt infolge seiner Eigenerzeugung und Volks­dichte unter den tropischen Schutzgebieten eine Sonderstellung ein. Denn seine eingeborne Bevölkerung ist kauffähiger als die Schwarzen der anderen Kolonien, eine Folge der bisher geschilderten Verhältnisse. Um diese Kaufkraft einigermaßen beurteilen zu können, müssen diejenigen Einfuhrgegenstände in Rücksicht gezogen werden, deren Verbrauch ganz vor­wiegend ans Rechnung der Farbigen zu setzen ist. Bei der geringen Zahl der Europäer in diesen Gebieten kann dazu am besten der Wert der eingeführten Textilwaren und Klei­dungsstücke benutzt werden, zumal bei diesem Posten die Regierung nicht wie etwa bei Eisenwaren (Schienen usw.), Baumaterial u. dgl. beteiligt ist. Nach dem Durchschnitt der Jahre 1905 und 1906 kam nun an gewebten Stoffen und Kleidungsstücken auf den Kopf der Bevölkerung in Deutsch-Ostafrika und Kamerun ein Wert von je einer Mark, in Togo dagegen ein solcher von zwei Mark! Uni diese Zahl als einen Beweis für die Kaufkraft, damit also für das wirt­schaftliche Gewicht der Togobewohner richtig würdigen zu können, muß man sich erinnern, daß die Weberei und die Bearbeitung von Stoffen gerade in diesem Schutzgebiet viel weiter fortgeschritten ist als in den beiden anderen tropischen Kolonien.

Dove, Die Deutschen Kolonien.

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