Die natürlichen Lerkehrsbeziehungen.
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diese hat sich doch im Laufe der Zeit nicht unbeträchtlich vermehrt. Während Ende 1900 ihr Stand sich erst auf 114 Seelen belief, zählte man am 1. Januar 1905 243, am 1. Januar 1907 bereits 288 Weiße, von denen mehr als die Hälfte in der Stadt Lome ansässig waren. Von großem Interesse ist die steigende Beteiligung der gewerbtätigen Berufe, wie Kaufleute, Pflanzer, Techniker, Handwerker usw., gegenüber den nicht unmittelbar Werte schaffenden Europäern an der Gesamtzahl. Während im Jahre 1900 nur 29°/g Gewerbtätige den von Beamten und Missionaren gebildeten 71gegenüberstanden, kamen am Beginn des Jahres 1907 von der erwachsenen männlichen Bevölkerung bereits 43^ auf die erwerbenden bzw. Werte erzeugenden Berufe. Also auch hier ein unleugbarer und bei der Jugend der Kolonie recht schneller Fortschritt. Erfreulich ist ferner die starke Beteiliguug des Deutschtums an der europäischen Bevölkerung, denn der Staatszugehörigkeit nach wariM in dem mehrfach genannten Zählungsjahr nur wenig über 5^ Weiße nicht Angehörige des Deutschen Reiches.
Die natürlichen Verkehrsbeziehungen und ihre Vervollkommnung.
Togo ist insofern für die Entwicklung eines lebhaften^Ver- kehres recht günstig geartet, als seine Gebirge keine sonderlichen Schwierigkeiten für die Anlage von Wegen bieten und als andererseits in allen einzelnen Teilen des Landes wichtige Erzeugnisse vorhanden sind, die den anderen fehlen, oder als besonders wichtige Bodenprodukte wieder ebensogut in den küstennahen Gegenden wie im fernsten Innern gedeihen. Die Baumwolle ist ein solches in allen Zonen der Kolonie gedeihendes Gewächs; zu den ersteren dagegen gehören der Kautschuk des Gebirges und die Olpalme des südlichen Flachlandes. Nnn ist klar, daß die Erzeugnisse des ferner gelegenen