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Das Schutzgebiet Togo.
erkannt ist und die für die Haustiere so außerordentlich gefährliche Tsetsefliege, deren Vorkommen in einigen Bezirken der inneren Flachlandschaften festgestellt worden ist. Diesen beiden Schädlingen gegenüber treten die sonst von der niederen Tierwelt drohenden Schäden in den Hintergrund.
In der Haustierhaltung zeigt sich wieder ein deutlicher Unterschied zwischen Süd- uud Nordtogo. Im Süden, wo die Bodenkultur eine große Rolle spielt, trifft man auf eine wenig bedeutende Viehzucht. Es ist fast nur Kleinvieh und Geflügel, was dort gehalten wird, und auch ersteres ist ziemlich minderwertig. Ganz anders schon im Mittellande, wo die Zucht des Rindes bereits beginnt. Noch mehr ist Nordtogo als ein Gebiet der Großviehzucht anzusehen; dort ist es nicht allein das Rind, das in größerem Umfange gehalten wird, sondern dort begegnen uns auch das Pferd und der Esel, die im Süden des Landes so gut wie gar nicht gehalten werden.
Die Bevölkerung von Togo.
Das Schutzgebiet Togo ist die einzige afrikanische Kolonie des Deutschen Reiches, dessen Bevölkerung einer Familie der Negerrasse angehört. Denn auch die in ihrer Stammeszugehörigkeit von den Küstennegern etwas verschiedenen Bewohner des Nordens stehen diesen doch ethnologisch sehr nahe. Der für uns wichtigste Zweig der eingebornen Bewohner, die Neger des südlichen Flachlandes, gehören zu dem Stamme der Ewe. Von echt negerhaftem, doch keineswegs häßlichem Äußern, sind sie auch an Zahl bedeutend. Daß sie vorwiegend Ackerbauer sind, wurde erwähut. Nicht unwichtig ist aber, daß sie auch im Handwerk ziemlich geschickt sind. Schmiederei und Weberei, ferner die Holzschnitzerei, die Töpferei und die Verarbeitung von Bast und Gräsern zu oft recht geschmackvoll ausgeführtem Flechtwerk zeigeu, daß