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1 (1909) Togo und Kamerun
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Das Schutzgebiet Togo.

gewünschten Rohstoffe im Togogebiet die größte Aussicht ans Erfolge bietet.

Gegenüber den zuletzt genannten Erzeugnissen des Pflan­zenreiches sind andere, mit denen man ehedem Versuche angestellt hatte, ganz in den Hintergrund getreten. Der Kaffee, auf den man früher Hoffnungen setzte, spielt heute kaum noch eine Rolle und der Kakao, der für einige andere Schutzgebiete des Reiches ein höchst wichtiges Plantagen­gewächs geworden ist, wird nur im Bezirk Miscchöhe in noch dazu ziemlich geringem Umfange gebaut. Ja, man ist sogar der Ansicht, daß eine Ausdehnung der Kakaokultur nicht wünschenswert sei, weil sie in dem ohnedies waldarmen Lande zur Niederlegung von natürlichen Holzuugen führen würde.

Die Tierwelt Haustiere.

Die wilde Tierwelt des Landes ist in dem dicht bevölkerten Süden nicht besonders reich; anders in den nördlichen Land­schaften. Die meisten der in Westafrika heimischen Arten sind auch hier vertreten, doch ist das Land keineswegs von so großen Mengen wilder Tiere bevölkert wie manche anderen afrikanischen Länder. Insofern ist die wirtschaftliche Be­deutung dieser Wildfauna eine recht geringe.

Die Raubtierwelt wird im ganzen Lande durch Leoparden, Hyänen und die vielen kleineren Räuber des Weltteils, von denen hier nur der Schakal erwähnt werden mag, vertreten. Der Löwe dagegen findet sich nur im Norden des Schutz­gebietes, wo auch das hauptsächliche Verbreitungsgebiet ver­schiedener Antilopen und des Büffels zu suchen ist. Dort kommt auch der Elefaut noch vor; aber daß er nicht über­mäßig häufig ist, ergibt sich schon aus der geringen Menge von Elfenbein, die in Togo zur Ausfuhr gelangt. Diese ver­hielt sich uämlich im Gesamtwerte der beiden Jahre 1905