Weltlage und Grenzen. —
?er Bau des Landes.
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ungeordnete Verlauf der politischen Trennungslinien ist die Nachbarschaft. Denn zu dem westlichen, unter britischer Herrschaft stehenden Gebiet gehört das jenseits der Goldküsten- tolonic sich ausbreitende, ehedem so berühmte Land der Aschanti, während die französische ^stlandschaft von dem dereinst nicht minder bekannten Taliomey eingenommen wird.
Die Größe des ans diese Weise umrandeten Schutzgebiets beträgt 87 200 qlim. Ist es somit unter den zusammenhängenden Landgebieten unter deutscher Flagge auch das kleinste, so kommt diese Fläche doch immerhin beinahe derjenigen des rechtsrheinischen Bavern mit Württemberg gleich.
Der Bau des Landes.
Die Küste des Landes ist weder landschaftlich anziehend noch vom seemännischen Standpunkte aus verlockend zu uennen. Sandig und nur weuig über den Wasserspiegel emporragend, besitzt sie alle Merkmale einer echken Flachküste. Dem Abhang der bewohnbaren und nutzbaren Küstenebene lagert sich nämlich eiu außerordentlich schmaler Uferstreifen vor, von jenem durch eiue Reihe vou in ihrer Breite wechselnden Laguueu getreuut. Zu dieser an und für sich ungünstigen Beschaffenheit des unmittelbar au das Meer grenzenden Landstriches kommt aber noch ein anderer, den Verkehr mit der See außerordentlich erschwerender Umstand. Es ist die an der ganzeil Guineaküste herrschende starte und regelmäßige Brandung, die das Laden und Löschen der draußen auf offener Reede liegenden Schiffe früher zu einem sehr zeitraubenden Geschäfte machte. Diesem Ubelstande ist man neuerdings wirksam entgegengetreten. In dem einzigen Kiistenplatze, der heute noch für den Schiffsverkehr in Betracht kommt, in Lome, hat man eine Landungsbrücke geschaffen, ans der die vom Dampfer überuommenen Güter über die Brandung hinweg sicher an Land befördert werden können.