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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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verstümmelt. Ich aber vergesse ine der aufopfernden Fürsorge, die mir von Ärzten nnd Kameraden in meiner langen Leideu^eit gewährt wurde seit dem Pfingstschießen am Totenhügel zn Spcrliugspütz.

Paul Feller,

ehcin. Sergeant der Kaiserl. Schutztrnppe f. D.-Südwestafrika.

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Patrouille des Leutnants Freiherr» von Vodenhausen').

Es ist vor Waterberg iu deu ersten Tagen des August 1V04. Wir liegen mit der Äl'teiluug von Fiedler iu deu Osondjachebergen dicht am Feinde und erwarten sehnsüchtig den Angriffsbefehl.

Von meiner Kompagnie (der 8./1. Feldregimcnts), ist eben eine Patrouille unter Leutnant Kaufmann zurück­gekehrt. Sie war auf dem Waterbergplateau dicht über dem feindlichen Lager und bringt wertvolle Nachrichten.

Bald darauf wird Leutnant Freiherr vou Boden­hausen von der 1. Kompagnie 2. Fcldregiments mit einer andereu Patrouille weggeschickt, um Verbindung mit Abteilung

Untervmzicr Schröder. ^ ^ > ^ '

Volkmann zu sucheu.

Kurz vor dem Abreiten lerne ich einen Einjährigen Bosse von der Patrouille kennen. Er zieht gerade die Sattelgurte noch einmal an, bedauert, daß wir uus uicht länger sprechen können, und ruft mir vom Pferde ein frohes:Auf Wiedersehen übermorgen!" zn. Erscheint ein lieber, netter Meusch zu sein, und ich freue mich auf seine Rückkehr.

Am anderu Tage nehmen unsere Spähcrposten eine große Staubwolke wahr, die sich sehr viel weiter wie sonst die der Viehherden aus dem Omuweroumuepaß iu die Steppe nach Norden und gegen nnS hin bewegt. Das sieht verdächtig auS! Herr Hauptmann von Fiedler schickt sofort unsere Kompagnie aus, nm die Sache näher zu uutersuchcu.

Wir reiten lange Zeit quer durch deu Busch jeuer Staubwolke zu. Eine Zeitlang ist sie verschwunden, nnd dann steigt statt ihrer der braune Rauch eiues Steppeubraude^ an derselben Stelle auf, den wir nun als Ziel behalten. Immer weiter reiten wir vorwärts, bis unsere Spitze Plötzlich im dichten Busch verloren geht. Nun wird haltgemacht. Der letzte Verbindungsreiter hat in dem Dickicht nicht Vordermann und Gros im Auge behalten können nnd hat das zu spät gemeldet. Nusen half nichts. So greifen wir denn zu unserem alten Mittel nnd geben aus ciuem Gewehr drei Schuß Schnellfeuer ab. Kaum eiue Viertelminute später haben wir ans nächster Nähe Antwort. Aber wer beschreibt unser Erstaunen, als wir statt unserer Spitze zwei einsame Kameraden der Patrouille von Bodcnhauseu fiudcu, von denen einer mit zerschossenem Fuß vor uns im Grase liegt.

Was los war? Wir hörten es nicht mehr; denn achtzehn von uns saßen sofort zum Gefecht zu Fuß ab und gingen unter Leutnant Linck in Schützenlinie vor. Vom Feinde ist nichts zu sehen. Aber wieder durch einen unglücklichen Umstand verloren wir

Nur ein kurzer Auszug ausSüdwest", Kriegs- und Jagdfahrtcn, deu interessanten Mit- teilungeu des Herrn Schröder-Strunz, kann hier gebracht werden, zcngt aber von der lebendigen und lebenswahren Auffassung dieses Mitkämpfers. (D. H.)