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Unter Leutnant von Auer aus dem Waterberg.
Die Abteilung Volkmauu sollte nach dem von General von Trotha für die bevorstehenden CntscheidnngSkämpfe am Waterberg festgesetzte» «^esechloplau ei» Ausweiche» der Hereros nach A'ordeu verhindern.
Am 8. Angnst 1904 erteilte Oberleutnant Volkmann dem Leutnant von Auer den Befehl, von Otawi aus am 9. mit einer Patrouille gegen den Waterberg vorzugehen. Der Zweck der Unternehmung war, den Südrand des Plateanö zu gewinnen, nm von dort durch Licht und Lampe die Beobachtungen über die Hereros den vorgehenden Abteilungen zu melden, deren konzentrischer Angriff am I I. August erfolgen sollte. In der nächste,! Nacht folgte Leutnant Freiherr von Neibnitz mit noch zehn Reitern und der Lampenansrüstnug. Unsere Patrouille war aus der Besatzung Grootfouteiu, der ^. Compagnie, der Halbbatterie von Madai, der Maschinengewehrabteilung und der Signalabteilnng zusammengesetzt — alles ausgewählte Leute; deuu Oberleutnant Volkmann sprach uns selbst von der Wichtigkeit des Auftrags Am 9. August abendo begann unser beschwerlicher Aufstieg, nachdem die Pferde, die hier natürlich nicht gebraucht werden konnten, nach Otjenga zurückgeschickt waren.
Es mußte mit großer Vorsicht verfahren werden, da ein Bemerktwerden durch die Hereros den wichtigen Auftrag hätte vereiteln können. Doch nicht nur die Gefahr — auch die Anstrengung war groß. Wir waren beim Erklimmen der steilen Felswände schwer beladen. Die Heliographeuapparate, oie ^iohlensäureslaschen, die Mnnition in den Packtaschen, dazu unsere Gewehre und Patronengurte, und auch etwas Proviant und Wasser — das alles trugeu Nur ans dem Rücken während des Aufstieges.
Aber wir überwanden die ftcileu, psadloseu Felshänge, durchkrochen die Klüfte und langten aus dem Plateau an. Durch den tiefen, heißen Sand da oben wateten wir weiter — immer geführt durch unsere unerschrockenen und umsichtigen Führer. Bei Anbruch der Dunkelheit, am 1V. August, wurde die Lampe am Südrande des Plateaus aufgestellt, an einem Platze, den Leutnant vou Auer, der bereits vorher eingetroffen, als besonders gut geeignet ausgewählt hatte, und schon um 10 Uhr abends hatten wir Verbindung mit dem Oberkommaudo — Exzellenz von Trotha —, sowie mit den Abteilungen Fiedler, Deimling, Mueller, von der Hehde, von Estorsf und Volkmann. Wir standen fast direkt über der Wasserstelle der Station Waterb erg.
Am 11. Augnst, 6 Uhr früh, donnerten die Geschütze nnd rasselten die Maschinengewehre auS allen Richtungen. Wir staudcu au einer Schlucht — rechts und link waren Posten ausgestellt. Gefreiter Batschadt und Gefreiter Beer sicherte» unsere Stellung gegen Überraschung durch kleine Patrouillen. Auch Uuterossizier Namlou war zur Sicherung vorgesaudt. Wir anderen waren in der Schlucht zur Verteidigung verteilt. Ich selbst saß mit meinem ^oinpagniekollegen Luhmaun hinter einem großen Felsen, der Mannshöhe hatte nnd unten zerklüftet war. Bald sausten die feindlichen Kugeln zu uns herauf, am Gestein zerschellend, nnd pslichtschnldig