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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Eine votteittuttensamilic.

Herzens haben sie sich im letzten Jahre des Feldzuges dazu entschließen müssen, Weib und Kind, die bei den unausgesetzten Verfolgungen schwer litten und den Krieger in der Beweglichkeit hinderten, auf englisches Gebiet abzuschieben. EinigeOrlogweiber" sind auch bis in die letzte Zeit hinein als Allgemeingut bei den einzelnen Banden gewesen. Die Sehnsucht nach Frauen und Kindern war ein Hauptzugmittel zum Friedensschluß. Nach Unterzeichnung des Vertrages wollte jeder zuerst Urlaub ins Englische haben, um seine Frau und Kinder zu holen.

Die Rückkehr der Werften zu ihren Mannern entbehrte nicht einer gewissen Feierlich­keit. Als Ende Januar 1907 ein größerer Schub bei Namansdrift die deutsche Grenze über­schritt, wurde er vom Kapitän in Empfang genommen. Alles war sonntäglich gekleidet. Jeder Frau gab der Kapitän die Hand und sprach mit ihr einige Worte, die vornehmsten und

hübschesten küßte er zum Gruß. ^ ^. ^

^ " " " E. von Schauroth,

ehem. Oberleutnant der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika.

Afrikanisches Reiterlied.

(Melodie:Ich schieß' den Hirsch usw.") l, Hallo, ich treck' mit Neiterlusl 2. Uud reit' ich so die Pad entlang

Die Pad entlang zu Pferd! Im bunten Sonnenschein,

Das Herz frohlockt in weiter Brust, Durch blauen Äther tönt mein Sang

Gleichwie an Mutters Herd! Dann in den Busch hinein.

Es kennt nicht Sorg', es kennt nicht Plag', Er trägt das Lied in alle Welt,

Keii, Reiter grämet sich. Was grad' mein Herz erfüllt,

lind dennoch ich voll Sehnsucht frag': Doch merkt, daß mir kein Lied gefällt,

Wann kehr' znr Heimat ich? Was meinem Lieb nicht gilt.

Deutsche Reiter in Südwest. 53