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Gegen die Hereros.
i.
Bei Hamakari.
Am 11. August, nachts 3 Uhr, geht's kriegcmiaychmäßig nach Waterberg, leider alles zu Fuß. >curz nach Tagesanbruch finden wir bereits rückgängige Hererospuren und viele in der Eile zurückgelassene Hausstaudgeräte. Ju der Ferne hört man das Gebrüll van Viehherden. Die 10. Kompaguie marschiert rechts des Weges, die II.KvmPagnie links, in der Mitte die Maschinengewebr Abteilung, die Artillerie und die !». Compagnie, dahinter das Hauptquartier mit der Funkenabteilung usw. lim ^,40 Uhr, als wir gerade eine Lichtung überschreiten, komme» von link vorwärts kräftige GeN'ebrsalven, die den aufklärenden Witbooic' und der 11. Kompagnie gelten, aber glücklicherweise zn hoch geben.
Dies ist sür uns das Signal zn eine,» heftigen Feuer auf der ganzen Front wie auf deu Flanken. Vor nns ist dichter Busch, iu den wir uns gleich hiueinwerfen. Tie 11. Compagnie stürmt sofort mit aufgepflanztem Seitengewehr die vor ihr liegenden Wasserlöcher, iu denen die feuernden Hcrcros sitzen bleiben und erstochen werden. Beide Compagnien gehen nun sprungweise vor, zunächst ohne Verluste. Von allen Seiten erhalten wir jetzt Fener. Die 11. Kompagnie versucht sodann die halblinks liegende, mit Dornen verschanzte Werft zu stürmen, wobei Hauptmann Gansser und alle Offiziere fallen! Der rechte Flügelzng der 10. Kompagnie, nntcr Leutnant Strödel, erstürmt nach zweimaligem Ansetzen schließlich nnter Mitwirkung vvn zwei Geschützen halbrechts eine ebensvlche stark besetzte Werft. Der linke Flügel der 11. Kompagnie zog sich inzwischen sührerloS im heftigsten, aus nächster Nähe gegebeneu Feuer bis hinter die Wasserlöcher zurück. Ich erhalte nun den Befehl,
mit etwa 15 Mann aus der ^chüNcnlinie die 11. Kompagnie zu verstärken, und das Kommaudo über diese führerlose Abteilung zu übernehmen. Unter Mitwirkung von zwei Maschinengewehren wird nunmehr der linke Flügel wieder vorgebracht, und die Wasscrlöcher werden vvn neuem gestürmt nnd genommen. Jetzt liegen die Kompagnien halbkreisförmig um die weit ausgedehutcu Wasserstellen, von allen Seiten einem wahrhaft mörderischen Feuer ausgesetzt, das unsere Leute aber mit bewnndcrnswerter Ruhe erwidern. Die Artillerie und Maschinengewehre, in die Schützenlinie vorgezogen, beschießen nun den abziehenden Gegner. Mit einem Male werden wir auch im Rücken angegriffen; wir erhalten jedoch sofort Deckung durch das Hauptquartier und die 9. Kompagnie mit ihren Geschützen. Wir haben, obgleich wir von 8 Uhr vormittags bis zur Dunkelheit im heftigsten Feuer lagen, nicht mehr als durchschnittlich 20 Patronen pro Mann verschossen, man sah eben zu wenig vom Feinde, zeigte sich aber mal ein schwarzer Kops, so wurde ruhig und gut gezielt, und Wohl fast jeder Schuß saß.
Noch in derselben Nacht befestigten wir unsere Stellungen und bauten sie zum Lager aus. Unsere kleine Bagage wurde in die Mitte genommen.
Die Hereros haben starke Verluste gehabt. Am Leutnant Schütte. folgenden Tage fanden Nur noch etwa 50 Tote, alle gnt