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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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tot. Verwundet wurden drei Reiter: Wieprzkowski, Fritz und ich. Die Verluste des Feindes konnten nicht genau festgestellt werden, da er die Toten mitten im Gefecht begräbt uud Verwundete mit fortnimmt.

Nach dem Gefecht rief mich mein Zugführer, Leutnant Delius, uud schenkte mir seine letzte Zigarre. Es war meine erste, seit ich vom DampferEdnard Woermann" herunter war; darum die große Freude.

Nachmittags 3 Uhr ritten wir weiter nach Süden auf Etappe Bethanieu zu, wo die Verwundeten ins Feldlazarett kamen.

Infolge dieses Gefechts verlieh mir Seine Majestät König Friedrich August von Sachsen die Friedrich-August-Medaille für Kricgsverdienste.

Wilhelm Hauptmann, ehem. Reiter der Kaiserl. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika.

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Kreuz und Schwert.

Aus einer ganzen Reihe von Reiterbeiträgen zu diesem Erinnernngsbuche tritt dem Leser in schöner und erhebender Weise die Erkenntnis entgegen, daß unsern deutschen Soldaten gerade in den Zeiten der höchsten Gefahr, in den Augenblicken, in denen das Schwert ent­scheiden sollte oder entschieden hatte, auch das Wahrzeichen des Christentums vorschwebte. Die Bitte zum Allmächtigen um den Sieg, der Dank für den gnädigen Schutz kamen über so manche braven Reiterslippen auch in diesen Erinnernngsblättern, und immer wieder tritt der Reiter­dank gegen die Männer hervor, die vor der Schlacht, im Biwak, am Schmerzenslager der Verwundeten und auf der Leidensbahn der Durststrecken durch Wort und Vorbild zum Gott­vertrauen anhielten, im Troste Linderung brachten die Feldgeistlichen. Und daß die Ver­treter des Glaubens in diesem Kriege denselben Gefahren ausgesetzt waren wie die Reiter, daß sie sich mit der Waffe in der Hand der grimmigen Feinde erwehren mußten und selbst im heißesten Kampfe unter den Schützen, bei den Verbandplätzen und Sammelstellen ihres Amtes walteten, das brachte sie der kämvsenden Truppe näher als wohl je in einem europäischen Kriege und verschaffte ihnen die Liebe der Mannschaften.

Eine besondere Liebe und Dankbarkeit erwarb sich aber der Divisionspfarrer Max Schmidt, und in einer Reihe von Beiträgen wird er mit Dankbarkeit genannt (Bericht des Büchsen­machers Alfred Schubert u. a.).

Der Divisionspfarrcr Max Schmidt, dem auch schon im ostasiatischen Feldzuge die Seel- svrge für die evangelischen Deutschen oblag, der auch diesmal mit hinauszog über den Ozean und, wie seine herrlichen Aufzeichnungen beweisen, stets da war, wo der Kampf entbrannte, hat dem Herausgeber einige kürzere Abschnitte ans seinem WerkeAus unserem Kriegsleben in Süd­westafrika", bei Edwin Runge in Lichterfelde erschienen, gewährt. Ohne Zusammenhang lasse ich einige Bilder aus seiner vielseitigen Tätigkeit folgen.

In der Beschreibung eines Feldgottesdienstes vor einem Kampfe heißt es:

--Um so ernster war deshalb die Stimmung, als am 26. September in

Okatawbakci für die Vorhut und am 27. September 1904 für die Hauptmasse kurze Feldgottes­dienste unmittelbar vor dem Vormarsche abgehalten wurden. Das Gvtteswort für den ersten mahnte an den Frieden, der selbst in den Stürmen der Schlacht ein getrostes Herz sichert:Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch----Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich

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