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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Sliuptmami Evv-

Dem Vormarsch folgte eine etwas trübe Zeit. Aus der Heimat kamen lange keine Nach­richten mehr, für die zerlumpten Kleider und Stiefel kam kein Ersatz, die Nächte waren stets unter Null, lautlos, aber unaufhaltsam kroch der Typhus von einem zum andern. Zwölf Tage etwa lagen wir an dem Platze, dann machten Nur wieder einen Schritt auf den Waterberg zu. Es dauerte aber dann noch fünf Wochen bis zum 11. August, bis die audern Abteilungen dein Feinde so nah auf den Leib gerückt waren, daß wir gleichzeitig losschlagen konnten. Von dort ging's wieder zurück ins Saudfeld und tiefer hinein.

Epp,

Hauptmann und Kompagnicchcf im Infanterie- Leib-Regiment, früher Führer der 4. Kompagnie 1. Feldregts. der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwcstafrika.

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Mit der Kompagnie d'Arrest.

Am 21. Dezember 1904 habe ich afrikanischen Boden betreten, seit dem 24. Januar 1903 befand sich die Kompagnie d'Arrest, der ich angehörte, in Keetmannshoop. Ans dem Marsche dorthin hatten wir von dem furchtbaren Ringen bei Groß-Nabcis und den schweren Kämpfen im Auobtale gehört, die zum cutschcideuden Siege über Witbovi ge­führt hatten.

Waun werde ich an den Feind kommen? DaS war die Frage, die jeder neu Ein­treffende sich vorlegte. Oder werde ich znm Dienste auf eiuer Etappe verurteilt? Mau sprach von Einrichtung einer Etappenstrasze KeetmannShoop-Warmbad. In Afrika sind stets mehr oder weniger begründete Gerüchte im Umlauf.

Die Ansprache, die Oberst Deimliug am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers an die Truppen hielt, nahm uns jeden Zweifel. Auf die uahe liegende Spitz kopp zeigend, rief er uns zu:Geht hinauf auf die Höhe, von dort seht Ihr die Karrasberge, da steht der Feind, bald werde ich Euch hinführen!" Das waren Worte, die durch Mark uud Beiu gingen und freudigen Widerhall in aller Herzen fanden.

Am 11. März sollte der kouzeutrische Augriff stattfinden. Morenga stand mit seinem Anhange in der Narudasschlucht iu den Großen Karrasbergen. Keines Weiße» Fuß hatte bisher diese entlegene Felsenschlucht betreten, jetzt sollte sie der Schauplatz schwerer Kämpfe werdeil.

DieKompaguie d'Arrest verließ am S.März Keetmannshoop; sie war der Abteilung von Kamptz unterstellt. Der Oberst begleitete die Kolonne.

Am 10. nachmittags hatten sich an dcr Kraiklust die ersten Hottentotten gezeigt, die vor dem Feuer unserer Posten zurückgingen.