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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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wurde, zog er ab; sofort setzten wir ihm nach, und eilig floh er in die Narudcisschlucht. So gab's kein Zögern, immer vorwärts dranf los, bis er völlig ausriß nun auch von der Abteilung von Koppy gedrängt. Unsere Kom­pagnie von Stockt hatte noch Gelegenheit, ihm in die Flanke zu feuern.

Es war ein heißer Tag; aber wir machten auch riesig viel Leute zu Gefangenen, auch Weiber und Kinder, und nahmen eine Menge Groß- und Kleinvieh. Unsere Kom­pagnie mußte später die Leute nach Keetmannshoop bringen. Am 18. März marschierten wir von Wnsser- fall-Kraiklnst ab, aber schon bei Garis wurden wir von den Hottentotten überfallen, die uns das Vieh wieder nehmen wollten. Wer mit solchen verschlagenen Kerls noch nicht zu tuu hatte, kann sich keinen Begriff davon machen, wie schlau das Volk ist, aber wir waren ihnen über; nur Gefreiter Pclka wurde verwundet, uud die Reiter Groth, Ardelt uud Trompeter Reich starben den Heldentod für das Vaterland.

Fast hätten sie unsere Halbbatterie Nr. 2, unter Hauptmann von Kleist, genommen, trotz der tapferen Gegen­wehr. Aber da kamen wir Reiter, Oberleutnant von Stockt voran, uud warfen uns ans die gelben Halunken, und das fluschte; aber wir haben fechten müssen wie die Löwen.

Am 21. März, abends, überfielen sie uns bei Uchauaris im Rücken, aber flugs machten wir kehrt. Wieder war es unsere Kompagnie, die die Sache machen mußte; energisch gingen wir drauf und umfaßten sie, und nach zwei Stunden Fenerns flohen sie uuter Zurücklassung ihrer Toten in das dichte Gebüsch. Und doch versuchten sie es im Halbdunkel noch einmal, uns an das Vieh zu kommen; aber diesmal gingen wir ihnen fest auf den Leib. Die Geduld war uns aus­gegangen na, das ließen wir sie fühlen. Fünf Reiter und einen Buren mußten wir begraben, und noch vier Reiter wurden verwundet. Ich hatte ein Paar gute Bekannte darunter, die Reiter Wiedemann und Hense und unter den Gefallenen den Sanitütssergeant Naundorf, einen alten Ostasintcn. Am 24. März brachten wir unsere Beute nach Keetmannshoop.

Adolf Kohlschmidt, ehem. Reiter der Kaiserl. Schntztruppe f. D.-Südwestafrika.

Reiter Advls Ävhlschmwt.

Aus der Geschichte der 7. Kompagnie 1. Feloregiments,

betreffend das Gefecht von Otjiwarongo am 11. August 1904^).

Etwa um 1,30 Uhr nachts stieß die Spitze der Wagenbedeckung ans die Abteilung von der Heyde, die neben einer alten, verfallenen Friedcnswcrft vielleicht Oruinjorongom- bonde lagertet Der Major war gerade dabei, die Verteidigungsstellungen sür die Nacht den sinzelnen Truppenteilen zuzuweisen. Gegen 2 Uhr früh traf der Nachtrupp der Kompagnie

Der beschränkte Raum gestattet leider nur ganz kurze Szenen aus der ruhmreichen Geschichte dieser Kompagnie hier mitzuteilen. (D. H,)

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