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Leutnant H. Rvhnc,
Schuß durch den liukeu Oberarm, uud der Geschützführer, Unteroffizier Häusler, Schuß durch deu rechten Oberschenkel uud Streifschuß am Unterleib. Die Munition war bald verfeuert, und immer enger schloß sich der Kreis der Schwarzen um meiu Geschütz; ich bekam Feuer von drei' Seiten. Endlich, nach einer langen Stuude, kam Vizefeldwebel der Reserve von
Vizewnchtmriitt'r 0. Ncsci've N. Walchcr.
Kamecke mit einem Halbzug Infanterie, uud zu gleicher Zeit traf auch Muuitiou ein.
In glühender Hitze lagen wir nun noch bis 2 Uhr. Dann: „Vorwärts auf die Düne!"; denn dort mußten wir hin. Durch Doru und Steine, unter fortwährend feindlichem Feuer, brachten wir das Geschütz mit großer Anstrengung bis zur Düne. Jetzt hinauf; sobald sich ein Hut über dem Kimm zeigte, da prasselte auch eine Salve. Nach einer halben Stuude wurde durch daS Feuer deS zweiten Geschützes die Düne frei. Mit Hilfe der Infanterie brachte ich das Geschün über die Düne in unsere Schützenlinie. Ich richtete nun das Geschütz selbst und feuerte auf 400 Meter. Gleich nach deu ersten Schüssen verließ der Feind seine Stelluug und ging in wilder Flucht ius englische Gebiet. Das Feuer mußte verstummen, uud mit ihm zwei brave Helden, Wachtmeister Schnalle und Unteroffizier Oelze, außerdem wurden uoch zwei Mauu schwer uud vier leicht verwuudet (Sergeant Knoke, Unteroffizier Weiser, Gefreiter Wawries, Reiter Barcuthin, Gvlicle, Hartwig). Der Gegner verlor 24 Tote und acht Verwundete. Dieser Tag brachte mir daS Militärehrenzeichen.
Reinhard Walcher,
ehem. Vizewachtmeister der Kiiserl. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika, z. Zt. Nvrdenstadt.
Gefecht bei Kawigaus.
19. August 1905.
Schlimme Zeiten voller Entbehrungen und Mühsale hatte das Fischslußdetachemenl Mitte 1905 im Kampfe gegen die vereinigten Cornelius- und Morrishotteutotten in schier unwegsamem Gelände durchgemacht, ohue daß es bei der affenartigen Behendigkeit des Gegners und deu schlupswinkelreichen Hängen der granitenen Fischflußberge mit den zahlreichen Quertälern möglich geworden war, die Vernichtung des Gegners herbeizuführen. Vielmehr war es dem verschlageneu Feinde gelungen, über den Oranje zwischen Fisch flußmündun g und Marinka- drift zu wechseln und sich an die Etappenstraße Ramansdrift-Warmbad heranzupirschen. Bei dem damaligen Mangel an Truppen in diesem südlichste» Teile des Schutzgebietes treckten Transportkolonnen ohne militärischen Schutz, uud so fiel ciue solche vou vier Wageu deu Räubern iu die Häude. Auf die Nachricht hiervon eilte das Fischflußdetachement unter Major Traeger in Gewaltmärschen herbei und gelangte über Gcnbes und Haib am 12. Augnst nach Warmbad.