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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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lazarett 13

''lni 20. September 1905 wurde unser Feld­aufgelöst, und ich kam zur Kompagnie von Erckert. Manchen Schweißtropfen hat es noch gekostet, bis wir sagen konnte!?, die Macht des Feindes ist gebrochen, und nur können bald zu unseren Lieben nach Hause gehen. Nach 2^ Jahren kam ich wieder nach Deutschland, und zwar am 27. April 1907 nach Kuxhaven. Das Herz schwoll uns, als wir von serne das geliebte Vaterland sahen und im Namen Sr. Majestät begrüßt wurden. Aber noch höher schlug mein Herz, als ich durch A. K.-O. das Militär- ehreuzeicheu 2. Klasse am schwarz-weißen Bande nnd die MlW Kriegsdenkini'mze siir Deutsch 5üdwestafriw als Loli» dckani.

Außerdem besitze ich noch die Königl. Bayr. Jubiläums­medaille uud das Königl. Bayr. Verdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern. Ich diene jetzt wieder bei meinem alten Regi­ment (Königl. Bahr. 8. Infanterie-Regiment, Metz).

ES waren traurige, aber mitunter auch lustige Zeiten im Feldzuge, und ich gedenke oft der ernsten und fröhlichen Stunden in Südwestafrika, auch meiner gefallenen und verstorbenen Kaineraden. ES sind deren viele, die unter dem Tropenhimmel ruheu.

Ruft uuS daS Vaterland einst wieder, so wird jeder Schutztruppler dem Rufe freudig folgen.

Mein Schluß dieser Mitteilung soll sciniMit Gott sür Kaiser und Reich. Seine

Majestät Kaiser Wilhelm 1l. .»urra!"' ^ ^ ,

" ^ Franz stuck,

ehem. ZanitätSsergeant der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika.

TanitütSsel'nelint Franz Stuck.

Das Maschinengewehr kam zur rechten Zeit.

Am 19. März 1905, als Herr Generalmajor von Dcimling nach der ersten Erpedition in den Großen Karrasbergen seine Heimreise antrat, wurde der dritte Zng der Maschinengewehr-Abteilung 2, bei dem ich stand, uuter Fuhrung des Herrn Oberleutnants Müller, zu seiner Bedeckung kommandiert, lins folgte der BiehtrcmSport nnter Führung deS Herrn MajorS von Kamptz.

Zur Sicherung deS WegcS mußte ein Maschinen­gewehr in NchanariS, halbwcgS der Strecke, zurückbleibeu. Das Detachement traf am 21. nachmittags in UchanariS ein. DaS Vieh war wegen der Langsamkeit uuter Bedeckung von 40 Mann auf zwei Stunden zurückgeblieben. Der Feind folgte unsern Spuren, um uuS das Vieh wieder abzutreiben. Ich war auf Posten, lim 'S Uhr nachmittags hörte ich lebhaftes Gcwchrfeucr, gemischt mit dem Knall der Donner­büchsen, welche die Eingebornen führen. Das ließ mich daranf schließen, daß der Transport überfallen war, und ich meldete eS sofort dem Wachthabenden, der cS dem Herrn Major meldete. Alsbald kam BefehlPferde einsangen!", Satteln!",In schnellster Gangart nachkommen!"

Maschinengewehr bleibt zurück!" Der Zufall erfreute uns uiirer.ismi-'r P»ui Wenziaff.

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