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später selbst der englischen Polizei erzählt hat, bei seiner Person noch besonders darüber unterhielten, ob er Wohl noch lebe oder nicht, gingen schließlich an ihm vorüber, indem sie meinte», der Hvttentott, der da läge, sei tot. Daß es Morenga war, aHute ja niemand; es kannte ihn ja auch keiner. Diese erste Absuchung ging in Eile vor sich, da schon Befehl zur Verfolgung gekommen war. So blieb niemand auf dem Gefechtsfelde zurück. Morenga aber benutzte die Gelegenheit. Der Totgeglaubte erhob sich und verschwand in den Dünen. Drei Tage darauf hatte er sich der englischen Polizei gestellt. Doch wir hatten auch ohne ihn genug erreicht.
Aus den Mitteilungen des Hauptmanns Bech, ehem. Chef der 7. Batterie der Kaiser!. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika.
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Die Hauptabteilung.
Über die Zeitspanne vom Abmarsch der Hauptabteilung von Ombuatjipiro, 11. August 1904, 2,30 Uhr vormittags, bis zum Sturz des Herrn Oberstleutnants Mueller, etwa 6,15 Uhr vormittags, schreibt Leutnant Freiherr von Wattcr-
„Die Aufgabe des Oberstleutuants Mueller war, eiu Ausweichen der HereroS, die damals in ihrer ganzen Masse südlich des Waterberges standen, in südlicher Richtuug zu verhindern, Fühlung am Feinde zu halteu und in Verbindung mit den Abteilungen von der Heyde und von Estorff sofort zu folgen und den Gegner anzugreifen, sobald er aufbrechen sollte. Anderseits war jede Beunruhigung des Feindes verboten, um ein Abziehen desselben nach Möglichkeit bis zum Eintreffen des 2. Feldregiments und der dann geplanten Hauptentschcidung zu vermeide«. Das Hauptaugenmerk war auf Erhaltung und Erhöhung der Schlagfcrtigkeit und stete Aufklärung beim Feinde zu richten. Glücklich ist beides, nach jeder Richtung hin, gelungen; und schon am 18. August verließ die Abteilung, die durch Futter- und Wassermangel hart mitgenommen war, Otjurutjondjou, um über Erindi- Ongoahere nach Ombnatjipiro zn marschieren.
Am 11. August leitete Oberstleutnant Mueller den Bormarsch auf Hamakari zum Gefecht am Waterberg. Nachdem vor Hamakari die Avantgarde augetreten, wurde der Befehl zum AnSmarsch des Gros vom Oberstleutnant Mueller gegeben. Punkt 6 Uhr vormittags hatte sich die Avantgarde auf der Pad entwickelt; aus der Gegend östlich von Hamakari ertönte Geschützdonner, der scheinbar von der Abteilung vou der Heyde herrührte. Wenige Minuten später galoppierte Oberstleutnant Mueller rechts der Pad nach vorn, um das Gelände zu erkunden; gleich darauf stürzte das Pferd infolge Trittes in ein Schakalloch zu Boden, und der unglückliche Reiter mußte bewußtlos iu den vou dem Unter-- osfizier Jacobs herbeigeholteil Krankenwagen gehoben werden^).
Nun übernahm Major von Mühlenfels das Kommando, und mir wurde der Befehl, Exzellenz von Trotha von dem Unfall zu benachrichtigen. Nach langem Suchen erst konnte ich mich deS Auftrags eutlcdigcu, da das Hauptquartier sich vou der Pad entfernt hatte und rechts in den Büschen ritt. Ich ahnte noch nicht, daß mir ein ähnliches Schicksal bevorstand, wie es mein Kommandeur fand.
Mein Ritt.
Kurz vor 12 Uhr mittags, am 11. August 1W4, rief mich Major von Mühlcnfels nnd befahl mir: „Nehmen Sie die von Ihnen in der linken Flanke aufgestellten elf Reiter
Oberstleutnant Mueller, ein begeisterter Feldsvldat, der schou liegen Frankreich »nd in Ostasien initfocht, einer von vier Brüdern, die in Afrika kämpsteu, war erst im Mai 1904 znm Kommandeur deS 1. Feldregiments ernannt worden und wurde durch den Sturz Invalide. (D. H.)
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