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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Untervffizier Karl Weber.

Handwerkszeug usw., noch da. Sie wurden von uns mitgenommen. Unsere Kompagnie hatte in diesem Gefecht zwei Schwer- und zwei Leicht­verwundete. Die Verluste des Feindes ließen sich schwer feststellen, da jeder Tote aus der Schützen­linie mitgeschleppt und weit zurück verscharrt wurde.

Karl Weber, Unteroffizier, 2. Kompagnie (Franke) der Kaiserl. Schutztruppe s. D.-Südwestafrika.

Marineinfanterie bei der West­abteilung.

Omusema, 16. März 1904.

Donnerwetter! da ist mir grade so ein Kerl durch mein Fernglas gesprungen!"

Keine schlechte Kriegerschar war es, die am 16. März 1904 am Fuße des hochaufragenden Omatakoberges entlang trabte. An der Spitze die verwetterte Kernkompagnie Franke, und dann die mit uns berittenen Seesoldaten vereinigte 4. Kompagnie Haering, die auch schon mehrmals den Hereros die Zähne gezeigt hatte. Hinter uns knirschten die Geschütze im tiefen Sande der Pad.

Eben hatte die Spitze Leutnant Leutwein, bei der auch Major von Estorfs und Hauptmann Franke ritten, eine anscheinend verlassene Werft passiert, und die Kompagnie Franke bog auf den freien Platz daselbst ein, als plötzlich einige Schüsse fielen, denen ein endloses Geknatter folgte. Ein Kugelregen prasselte auf die ungeschützte Kompagnie ein, ge­troffen wälzte sich eine Anzahl von Pferden mit den Reitern am Boden ein kurzer Wirrwarr, und dann war die Kompagnie im Schutze der rückliegenden Büsche abgesessen und hatte den Gegner, der sich vor allem im Flußbette des Omuramba-u-Omatako eingenistet hatte, unter Feuer genommen. Die bereits abgeschnittene Spitze schlug sich bis auf zwei Reiter glücklich durch.

Auf die ersten Schüsse hin setzten sich die 4. Kompagnie und wir in Galopp, mar­schierten auf, und nun sprang alles herunter von den Gäulen, die Büchse wurde aus dem Schuh gerissen, und vor ging es gegen den rechten Flügel des Feindes. Vor uns aus dem dichten Gebüsch erscholl lautes Geschrei, dort krachte es heraus, und dorthin erwiderten wir eifrig das Feuer, ohne jedoch viel von dem gnt verborgenen Gegner zn sehcu.Donnerwetter," rief da Leutnant von Wurmb, der die Büsche mit seiuem Goerz absuchte,da ist mir grade so ein Kerl durch mein Fernglas gesprungen!"

Nun begannen' aber die Hereros, durch eine Biegung des Riviers begünstigt, uns zu überflügeln uud schössen bei-

vauvtmaim Nittlir Franke.

nahe von links in unsere Linie. Ich paßte scharf auf, woher