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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Stelle, wo die Bahn durch die Tünen geht.

Bau der Eisenbahn von Lüoeritzvucht nach Knbub.

Anker lagen, aus und winkten dann am Tage nach unserer Rückkehr den Schiffen ein letztes Lebewohl zn! Wer konnte damals ahnen, daß keiner dieser stolzen Riesen die Heimat wieder­sehen würde; wer konnte voraussetzen, daß, trotz numerischer Übermacht, die russische Flotte von den bislang kaum als Großmacht anerkanntenGelben" auf einen Schlag vernichtet werden und aus den Beständen der europäischen Kriegsflotten spurlos verschwinden sollte!

Aus den Mitteilungen des Hauptmanns H. Schulze,

im Eisenbahn-Regiment Nr. 3, früher in der Kaiserl. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika.

Drei feindliche Salven!

Aus dem Gefecht am Kaiser-Wilhelms-Berg, 28. Januar 1904.

Es war am 23. Januar. Am Tage vorher waren die Hereros von uns, der Kom­pagnie Franke, zurückgewiesen. Heute hieß es, die bei Otjosasu vermuteten Feinde zu fasfen. Wir marschierten, um den Gegner zu täuschen, zuerst auf Okakango, dann aber schwenkte die Tete rechts ab, um die Pad Okahandja Otjosasu zu gewinnen. Der vor uns aufsteigende Kaiser-Wilhelms-Berg bot vorläufig unsere Marschrichtung. Doch waren wir kaum fünf Minuten marschiert, als wir, ganz unerwartet, drei Salven aus dem dichten Gebüsch erhielten. Im Galopp linksum Pferde in Deckung und vorwärts in den Busch. Auf dem Bauche kriechend ging's durch ein kleines Rivier, den tief eingeschnittenen Kandubay, auf die Schwarzen im Hinterhalt! Unsere beiden Geschütze fuhren auf der Anhöhe neben dem Wege auf und ließen ihren Donner rollen, während wir sprungweise vorrückten. Die Hereros hatten den Bergrand besetzt und weiter vorn Schanzen aufgeworfen. Eine Stunde hatten wir die Ver­schanzung vor uns unter Feuer gehalten, um unserm rechten Flügel eine Flankenumgehung zu ermöglichen.

Wir wußten, daß wir den Feind unter unserm heldenmütigen Hauptmann schlagen würden, das lag von vornherein so in ihm drin und hat sich ja auch immer bewährt. Wir konnten daher den Befehl zum Angriff kaum abwarten. Endlich ertönte das Kommando unseres eisernen Führers" (Hauptmann Franke) zum Sturm. Vorwärts ging's, die blutdürstigen Schwarzen aus den Schanzen zu schlagen. Bei der Eroberung der Hauptstellung des Feindes lagen die aus den Stores (Geschäftshäuser) geraubten Gegenstände, z. B. Koffer, Kleider,