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Die „schwarze Mmnpe" und die ersten „Blauen".
Mein erstes Gefecht am 15. Januar 1904.
Längst hatten wir neidisch zugesehen, wie unsere Kameraden sich im Süden mit den aufständischen Hottentotten — Bondelzwarts — herumschlugen.
Seit der Leutnant Job st tot und einige Reiter tot oder verwundet waren, entbrannte in uus eiue wahre Kampfeswut. Jetzt sollte auch für uns die Zeit kommen.
Die 4. Kompagnie war nur noch allein im Norden, die I. uud 2. nebst Batterien waren nach dem Südeu beordert. Am 12. Januar 1904 kam die heliographische Meldung zur 4. Kompagnie in Outjo: „Eine starke Offizierspatrouille uach dem Waterberg senden, da die Hereros des Aufftaudes verdächtig!"
Ich war diesen Morgen gerade von Wache gekommen, hatte bis 9 Uhr frei gehabt und arbeitete dann an der Kasernenplanierung, als um 10,30 Uhr der Feldwebel Glatzel angestürzt taun „Schnell ein Pferd satteln, auf die Weide reiten, und die Pferde hereinholen!" Dies war nun etwaS für mich! Reiten, uud noch dazu so schnell wie's ging! Also das
Pferd gesattelt und loS, vorwärts, bis die Dornbüsche und das felsige Gelände etwas Einfalt geboten. Ich war bereits 2/4 Stunden geritten, als mit einem Male mein „Rex" einen gewaltigen Seitensprung machte, daß ich mich nur mit der größten Anstrengung im Sattel halten konnte. Neugierig, wovor der Gaul gestutzt, sehe ich gauz erstaunt eine riesige Schlange — schwarze Mampe — wie wir sie nannten. Sie hatte sich nm einen großen Ast eines Baumes gewunden, worunter sich ein Termitenhügel mit mehreren Höhlungen befand. Als ich nun vorbeiritt, war sie, wohl ebenso wie mein Pferd, erschreckt, uud jetzt sah ich sie gerade in eins der Löcher verschwinden. Ich schätzte sie auf 4 bis 5 Meter Läuge, und ungefähr 25 Zentimeter im Durchmesser. Meiu Pferd beruhigte sich erst, als ich bei den andern Pferden war, die dann schleunigst nach Outjo getrieben wurden.
Hier wurden nun schon
Vorbereitungen zum Ausrücken „Ich sehe ganz erstaunt eine nesine Schlange.' ^ " ^
Deutsche Reiter in Südwcst.