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„Nur schade um die Pseise!"
Es ist der 15. September 1905. Goldig scheint die Sonne aus dem Osten in das rege Treiben des Lagers in Nochas. Schon seit einigen Tagen befindet sich die 12. Kompagnie und unsere Batterie (2. Gebirgsbatterie) zur Beobachtung Morengas hier. Heute soll Scharfschießen abgehalten werden, und die Pferdewache, welche über Nacht draußen war, sollte um 5M Uhr eintreffen. Alles ist bereit. Da kommt unser Bastardsoldnt Josef d'Klerk und meldet, daß die Pferdewache überfallen sei. Gleich darauf treffen auch schon vier unserer Leute ein (die Wache war stark: ein Gefreiter, fünf Weiße und ein eingeborener Soldat). Unter diesen befand sich der Gefreite Kletsch, welcher Wachthabender war, als erster Verwundeter (Fleischschuß linker Oberarm). Es fehlten noch zwei Mann unserer Wache, über deren Schicksal wir nichts wußten. Unser Batteriechef Leutnant von Billerbeck gab, nachdem das Lager zuvor gesichert uud die Bedienung an den Geschützen war, Befehl zum Abmarsch. Assistenzarzt Dr. Haupt erteilte mir den Befehl, für den Transport der noch fehlenden Mannschaften, falls dieselben verwundet sein sollten, Sorge zu tragen. Da keine Tragen zur Hand waren, bestimmte ich einige Leute, Woilachs (Decken) mitzunehmen. Auf halbem Wege trafen wir den Kanonier Habedank. Derselbe teilte uns mit, er habe den noch fehlenden Kanonier Nitsche fallen sehen. Er selbst habe einen Schuß (rechtes Ellbogengelenk) erhalten und sei von den Eingeborenen verfolgt worden, bis er stürzte und so aus ihrem Gesichtskreis kam. Nachdem derselbe verbunden und zum Lager gesandt war, folgte ich mit meinen Leuten der Batterie nach. Als wir auf dem Weideplatz, welcher ungefähr 1^ Stunden vom Lager entfernt war, eintrafen, war die 12. Kompagnie unter unserem Detachementsftthrer Hauptmann von Erckert schon zur Stelle. Durch günstige Lage des Terrains (indem der Weideplatz von Bergen begrenzt wurde), und durch genaue Kenntnis über die Stärke unserer Pferdewache glückte den Feinden der Überfall. Uni von der Übermacht des Gegners nicht erdrückt zu werden, mußte die Wache die Pferde preisgeben und sich zurückziehen. Bei unserem Eintreffen kam der Befehl: „Ausschwärmen!" — „Hinlegen!" Als wir so liegend eine Zeit das Terrain beobachtet hatten, rief der Gefreite Grasnik vom rechten Flügel, er sehe sich etwas bewegen. Leutnant von Billerbeck erteilte dem Unteroffizier Seidel Befehl, mit einigen Leuten nachzusehen. Als wir näher kamen, erkannten wir den noch mit Hemd und Unterhose bekleideten Kanonier Nitsche. Der Schwerverwundete hatte sich, nachdem ihn die Eingeborenen ausgezogen hatten, auf den Weg zum Lager begeben (Verwundung: Brustschuß etwas oberhalb des Herzens, Halsschuß, Einschuß im Nacken, Ausschuß durch die Nase und Oberschenkelschuß). Auf Befragen, wie es ihm ginge, äußerte er: „Gut, nur schade, daß die Eingeborenen mir die Pfeife mitgenommen haben." Um Uhr und Bekleidung gebe er nichts, aber diese wäre
ein Andenken gewesen. Nachdem ich ihn verbunden sanimssergeant Schoepe.
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