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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Vtzewachtmeister Heinrich Wolff.

übernommen hatte, zog derselbe die Truppen wieder zu­sammen, um Johannes Christian, welcher in den Oranjebergen südlich Warmbad gemeldet war, an­zugreifen. Hauptmann d'Arrest, der mit einem Teil seiner Kompagnie und einem Maschinengewehr Marinka- drift besetzt hatte, marschierte am 16. Juli, nachmittags S Uhr, von Marinkadrift auf Kanibeam ab. Unsere Ochsenwagen sowie zehn schlappe Pferde und deren Reiter waren schon um 2 Uhr abmarschiert. Unterwegs brach ein Wagen zusammen. Gepäck und Proviant wurden auf den andern und letzten Wagen geladen und auch die nun frei werdenden Ochsen vorgespannt, so daß der Wagen Wohl jetzt doppelte Last, dafür aber 40 Ochsen vorhatte.

Erst nachts 1 Uhr erreichten wir unsere Bagage wieder. Aber alle zehn Pferde und der Reiter Malinka, ein Ostpreuße, fehlten. Die Tiere waren in der Dunkel­heit scheugeworden und konnten nicht mehr zusammen­gehalten werden. Durch in der Frühe ausgesandte Patrouillen wurden sechs Tiere wieder eingebracht. Nicht lange nachdem erschien auch der Reiter Malinka mit den fehlenden vier Tieren im Lager. Ans die Frage des Hauptmanns, wo er herkomme, erwiderte er:Wir hatten doch den Befehl, bei den Pferden zu bleiben, und als die Pferde scheu wurden, habe ich die vier, welche ich noch zusammenhalten konnte, in ein Schilf­dickicht getrieben und

gewartet, bis es Tag wurde, da konnte ich mich doch leichter zurechtfinden."

Heinrich Wolff, Nizewachtmeister, Dragoner-Regiment Nr. 5, z.Zt.Hofgeismar.

Zwölf Tage eingeschlossen.

Während die wilden Horden der Hereros durch unsere mutigeu Truppen in die nötigen Grenzen zurück­gewiesen waren, gefiel es unerwartet dem alten Witbooi, Kapitän Hendrik Witbooi, in den bis jetzt so friedlichen Bezirk Gib eon dieKriegsfackel heimtückisch hineinzuschleudern.

Und unerwartet wurden einzelne Soldaten und Farmer auf ihren einsamen Posten grausam ermordet.

Doch Gott sei Dauk, uicht alle so Exponierte sielen in seine ruchlosen Hände.

Und unter diesen wenigen befand sich auch die Besatzung der HeliographenstationFalkenhorst".

In dem ganzen Bezirk, welcher Huuderte von Kilometern im Umkreise zählt, befanden sich damals nur

Sergeant Dammlöhler.