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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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Der Heldentod des Grasen Wols Werner von Armin.

Über den Heldentod des in einer Reihe von Beiträgen genannten Leutnants Grafen Wolf Wer­ner von Arnim die begleitenden Umstände zu er­fahren, wird allen Offizieren, die ihn kannten, den Reitern, die ihn liebten, und jedem deutschen Manne des Volkes in Waffen, der ihn bewundert, von Interesse sein. Es soll deshalb aus dem Gefechts­bericht des Hauptmanns Puder über den 11. August der den Tod des Grafen von Arnim betreffende Abschnitt hier Platz finden:

Als die Abteilung von der Heyde am 11. August gegen Hcnnakari znm Angriff vor­marschierte, hatte sich Leutnant Graf von Arnim, der am Vormittag von der Abteilung von Mühlen­fels als Verbindungspatrouille angekommen war, dem Vormarsch angeschlossen. Im Laufe des Gefechts lagen die vordersten Schützen, Teile der 5. und 7.Kompagnie, im dichteste» Dornengebüsch im Gefecht gegen die zirka nur 30 Schritte eutferuten Hereros. Da die Hereros von drei Seiten angriffen, waren die Schützen zu einem Halbkreis herumgeschwenkt. Als ein Angriff der Hereros, die bis auf sechs Leutnant Graf Wolf Werner von Arnim. Schritte herangekommen waren, abgeschlagen und

momentan nur vereinzelte Schüsse von hohen Bäumen auf uns fielen, hörte ich hinter mir eine laute Stimme sprechen:Ach, dir armem Kerl hilft ja keiner, ich werde dir helfen." Ich drehte mich um und erblickte zirka drei Schritte hinter mir Leutnant Grafen von Arnim im Begriff, sich das Gewehr umzuhängen, um sich über einen Verwundeten zu beugen. Ich rief ihm zu:Hinlegen, Herr Graf, die Hereros greifen wieder an!" Ehe ich die Worte ausgesprochen, wurden wir von drei Seiten heftigst beschossen, und ich sah Leutnant Grafen von Arnim niederstürzen; er hatte einen Schuß durch beide Oberschenkel erhalten. Nachdem auch dieser Angriff glücklich abgeschlagen, drehte ich mich wieder nach Graf von Arnim um. Ich erblickte ihn halb aufgerichtet liegen. Einen Moment darauf sah ich ihu hinfallen und regungslos liegen bleiben.

Graf von Arnim hatte einen zweiten Schuß iu die linke Brustseite, wahrscheinlich Herz­schuß, erhalten, durch den er wohl sofort getötet war."

gez. Puder,

Hanptmann und Kompagniechef im 1. Feldrcgimcnt

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Wenn das die Kerle gewnszt hätten!"

Am 7.Januar 1905 (kurz vor dem Gefecht von Kurikuribis), ritten wir10 Reiter unter Führung des Leutnants Fürbringer f abends 6 Uhr von Zwartfontein ab, um Ver­bindung mit der Kolonne Meister zu bekommen. Wir ritten der Sicherheit halber nicht auf der