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Kesseltreiben unversehrt davon, nur meinen Hut hatten sie mir angeschossen, und einen Schnß in den Sattelknopf.
Mein anderer Kamerad, der sich auch gerettet hatte, ist Weihnachten 1905 an Typhus gestorben, er hieß Hollenbach.
Gefreiter Martin Reimann, 6. Feldbatterie der Kcnserl. Schutztruppe f. D.-Südwestafrika, z. Zt. Liegnitz.
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„Dieser Satan soll die Verwundung unseres Leutnants mit dem Leben bezahlen!"
Nach dreistündigem Gefecht, am 31. Dezember 1904, in Stamprietfontein, unter der Abteilung des Majors Meister, zog sich der Feind nach der Wasserstelle Groß-Nabas, welche etwa 25 Kilometer entfernt war, zurück, nur einzelne Schüsse noch zurücksendend. Bei wolken- brnchartigem Regen, begleitet vom schwersten Gewitter, lagen wir die Nacht zum Neujahr 1905 ausgeschwärmt in Schützenlinien, ans den Klippen, in der Annahme, das; der Feind nns in seiner bedeutenden Überzahl noch angreifen würde. Aber er kam nicht. Am Neujahrstage wurden zwei von meiner Abteilung gefallene Kameraden mit Ehren beerdigt, »vorauf es hieß, den Feind wieder einzuholen. Ohne etwas genießen zu können, denn an ein Fenermachcn konnte wegeu der gewaltigen Regenmassen nicht gedacht werden, zogen wir nach Tränkung der Pserde nach Groß-Nabas, wo ich mich mit an der Spitze befand. Ich ritt mit dem Unte» offizier Koch und drei Mann ans einer Sanddüne, zur besseren Übersicht des Gelände, Gegen Mittag bemerkten wir bei- Witkrans feindliche Patrouillen. Ich erhielt Befehl, die Abteilung davon zu benachrichtigen. Es wurde halt gemacht und eine starke Patrouille aus- gescmdt, die Stellung des Feindes zu ermitteln. Jetzt war es infolge der Sonnenglut möglich abzukochen und etwas zu genießen. Nach ungefähr 1^ stündiger Ruhe begann der Vormarsch auf deu Feind. Gegen Abend 6 Uhr erreichten wir diesen, welcher über 1000 Gewehre zählte, unter denen sich die tüchtigsten Anführer, Hendrik Witbooi, Simon Copper, Manasse und andere mehr, befanden. Da die Dunkelheit plötzlich hereinbrach, konnte ein Angriff nicht erfolgen, und wir zogen uns in gedeckte Stellung zurück. Am 2. Januar, um 5,30 Uhr früh, begaun der Kampf unserer kleinen Abteilung gegen den an Zahl fünfmal stärkeren Feind, wobei wir 24 Tote, unter diesen die Herren Major Freiherr von Nauendorff und Leutnant Oberbeck, und 56 Verwundete zu beklagen hatten. Ich selbst erhielt einen Nückenschuß, deu ich kurz schildern will. Auf Befehl meines Zugführers, Herrn Leutnant d. R. Hellmich, begab ich mich uach dem Ochsenwagen der Kompagnie, um etwas für den schrecklichen Durst zu holen; ich erhielt aber nur zwei Flaschen Rum und einige Zigarren, die statt Priemtabak zum Kaueu verwandt wurden. In kniender Stellung versuchte ich die Schützenlinie zu erreichen, wurde aber vom Feinde bemerkt, und eiuige Schritt von den Kameraden traf eine Kngel des Feindes eine Flasche, von welcher ich nur den Hals in der Hand behielt. Den Inhalt verzehrte der brennend heiße Sand. Trotz des fast tödlich wirkenden Durstes verzichteten die Kaineraden auf den Genus; des Rums nnd tranken teils das Blut der getöteten Pserde, ja sogar eigenen Urin, weil nach Genuß von Rum sich noch größerer Durst einstellt. Kurz darauf wurde der an meiner Seite mitkämpfende Leutnant Hellmich durch einen Brustschuß schwer verwundet. Mit Hilfe zweier Kameraden brachte ich den Verwundeten in Sicherheit, wo er vom Stabsarzt Dr. Kirsch verbunden wurde. Zur Schützenlinie zurückgekehrt, bemerkte ich einen Hottentotten im Anschlage gegen uns. Ich sagte meinem neben mir liegenden Kameraden namens Heder: