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Deutsche Reiter in Südwest : Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika / nach persönlichen Berichten bearb. von Friedrich von Dincklage-Campe. Mit zahlr. Portr. und Ill. nach Orig.-Photogr. und Zeichn. von C. Becker ...
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dem Nest der Munition in die vordere Linie, wo wir die Hottentotten in dichten Massen das Nivier abwärts ziehen sahen. Vier Granaten krepierten auf 3000 Meter zwischen ihnen, die nach allen Windrichtungen auseinandcrliefen.

Gegen 1,30 Uhr nachmittags war der Gegner verschwunden; wir konnten uns aus­ruhen! Leute wurden zum Wasserhosen kommandiert, und bald hatte jeder einen tüchtigen Schluck des so lange entbehrten Getränkes zu sich genommen. Die Tiere wurden getränkt, und wir selbst bekamen seit fast vier Tagen zum erstenmal wieder etwas zu esse».

Der Sturmangriff mußte die Hottentotten äußerst überrascht haben; denn die 5. Kom­pagnie fand das noch heiße, sehr gut zubereitete Essen von Hendrik Witbooi vor und ließ es sich gnt schmecken.

Da die sehr wenig ergiebige Wasserstelle am 6. Jannar bereits völlig erschöpft und die Muuition sowohl bei der Infanterie wie bei der Batterie fast gänzlich verbraucht war, wurde das Tetachemeut gezwungen, wieder nach Stamprietfontein zurückzukehren, wo es am 6. mittags eintraf.

Das Detachemcnt Meister, 223 Köpfe, verlor 13 Offiziere und 69 Mann. Die S. Batterie hatte ein Drittel ihrer Gesamtstärke eingebüßt. Von den sechs Artillerieoffizieren fielen drei, einer verlor im Durst den Verstand, einer war verwundet gesund blieb nnr einer.

Leutnant Nath,

damals in der 5. Batterie der Kaiserl. Schutztrnppe f. D.-Südwestafrika.

Es fielen von dcr Artillerie: Major Freiherr von Naucndorff, Leutnant Oberdeck, Leutnant d. R. Semper, Unteroffizier Pöschcl, Gefreiter Andres, Reiter Korta, Menning. Verwundet wurden von der S. Batterie: Oberleutnant Lauteschläger (Abteilung Stahl), Wachtmeister TimsrieS, Ser­geant Wehinger, Gefreiten Branstner, Schmidt, Reiter Ambelang, Bückmann, Heilig, Kalau, Nägele, Schulz, Lange, Langner, Nowack, Starzynsli. D. H.

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Wer im Krieg will Unglück han, Fang es mit den Deutschen an!"

Gefechtsbericht des Hauptmanns Mang er über das Gefecht bei Okateitei.

Am 2. August 1904, 8 Uhr vormittags, war die 2. Kompagnie mit dem 1., 3. und ^4. Zuge etwa 2^ Kilometer von der Wasserstelle Okateitei rivieraufwärts geritten, um dort einen neuen Lagerplatz einzurichten. Der 2. Zug war an der Wasserstelle zur Sicherung der Heliographenstation zurückgeblieben. Die Züge hatten abgesattelt. Es war mit der Arbeit begonnen worden, als gegen 9 Uhr vormittags in Richtung des 2. Zuges lebhaftes Gewehr­feuer zu hören war. Kurz darauf kam ein Reiter mit der Meldung, daß der 2. Zug über­raschend von Hereros angegriffen worden sei.

Beim Zuge des Leutnants von Damm hatte sich folgendes ereignet: Gegen 9 Uhr vormittags ritt eine Witbooipatrouille (die Witboois waren im Hererofeldzuge anfangs auf deutscher Seite) zur Aufklärung in östlicher Richtung auf das Rivier zu. Die Patrouille stieß unvermutet auf etwa 150 Hereros, die sofort feuerten, wobei zwei Witboois fielen, ein Witbooi schwer verwundet wurde. Die Signalabteilung und Zug von Damm entwickelten sich sofort und nahmen auf Standvisierentfernung das Feuer auf. Als Leutnant von Damm sah, daß sich ein Trupp Hereros (etwa 80 Mann) rivieraufwärts herumzog, um seine linke Flanke zu umfassen, entwickelte er hiergegen ebenfalls einen Teil seines Zuges und führte auf nächste Entfernung das Feuergefecht, bei welchem Unteroffizier Leicht verwundet wurde.

Auf das lebhafte Feuern hatte ich sofort satteln lassen und gab folgenden Befehl: Zug Leutnant von Ameln reitet in breiter Front so rasch wie möglich auf das Gewchrfcuer