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„Ach wat, lat se man schicken!"
„Ach wat, lat se man schichen!"
Nubib, 13. September 1905.
Am Spätnachmittage des 12. September 190S stand unsre Abteilung (Major Maercker) zum Vormarsch nach den äußersten Wasserstellen an der Namib, der Sandwüste zwischen Meer und Namaland, an denen sich größere Banden aufhielten, bereit. Bei Eintritt der Dunkelheit ritten wir, einer Schlucht folgend, bis an das Achabgebirge heran.
Im alten Lager unterhielten die Wagenbedeckungen zahlreiche Feuer, um die feindlichen Späher zu täuschen.
Nachdem wir abgesattelt, die Pferde zur Weide gebracht und ein wenig geruht hatten, begann um 11 Uhr abends der Aufstieg zum Gebirge. Rauchen sowie Sprechen war verboten, und lautlos marschierten wir, den Fntterbeutel mit etwas Proviant umgehängt, im Gänsemarsch über ungeheure Felsmassen und durch tiefe Schluchten, bis wir denn auch um 5 Uhr morgens viele Feuer erblickte». Wir meinten schon ganz nahe zu sein, aber es wurde 6 Uhr und Heller Morgen, bis wir auf Schußweite nn dieselben heran waren.
Im feindlichen Lager herrschte noch vollständige Ruhe. Wir lagen lautlos hinter den letzten Höhen und waren noch nicht bemerkt, trotzdem einige Vichwächter gerade auf uns zu stierten. Die waren aber allem Anschein nach von der soeben aufgehenden Sonne geblendet, so daß sie uns immer noch nicht bemerkten.
Deutsche Reiter in Südwest. 7