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Fünfter Abschnitt. Besiedlung.
Die dort erscheinenden Zeitungen (Usambara-Post, Deutsch-Ostafri- kanische Zeitung, Deutsch-Ostafrikanische Rundschau, Ostafrikanisches Weidwerk, der Ostafrikanische Pflanzer und das Amtsblatt für den Bezirk Moschi) können daher durch einheimische Hilfskräfte hergestellt werden. Kamerun und Togo folgen dem gegebenen Beispiel.
In Südwestafrika wird das Handwerk durch weiße Arbeitskräfte beherrscht. Ebenso auf Samoa. Kiautschou verfügte schon vor der deutschen Besitzergreifung über einen zahlreichen Handwerkerstand. Er lehnte sich stark an die Landwirtschaft an, weil er ganz auf sie angewiesen war. Außer Steinmetzen und Schneidern trifft man dort Leineweber, Seiler, Stellmacher, Korbflechter, Kesselflicker, Töpfer und Gerber, Apotheker und Wirte.
Besondere Anerkennung verdienen einzelne ganz hervorragende Leistungen. Die Hottentottinnen und die Frauen der Bastard wissen aus Raubtierfellen nach Geschmack und Muster ausgezeichnete Pelzdecken (Karossen) herzustellen. Die Polynesier erringen unsere Bewunderung vor allem durch den sinnigen Bau der schmucken Auslegerboote und durch ihre ausnehmend zweckmäßigen Fanggeräte. Fast noch höher aber stehen die Schnitzereien, die sie mit den einfachsten Werkzeugen in geradezu meisterhafter Weise verfertigen (Kämme, Fächer von Samoa). Die Fertigkeiten der Bewohner Kiautschous beziehungsweise Schantungs aber reichen bereits ins Kunstgewerbliche hinein. Namentlich gilt dies von denLma.il etoisormö-Geräten, bei denen auf kupfernen Vasen, Tellern und Manschettenknöpfen Drähte in den Umrissen von Blättern, Blumen und Drachen aufgelötet und die Zwischenräume mit buntfarbigem Schmelz ausgefüllt sind. Ähnlich kunstsinnige Arbeiten bieten bemalte oder aus farbigem Glasfluß hergestellte Zieraten, sowie endlich die aus Speckstein geschnittenen Gegenstände.
Fünfter Abschnitt. Besiedlung.
Für die Besiedlung kommt nach Lage und Klima vor allem Südwestafrika in Betracht. Nur das Amboland dürfte hier eine Ausnahme bilden. Kiautschou kann wegen seiner dichten Bevölkerung (220 auf 1 yZm) keinen nennenswerten Zustrom von Menschen aufnehmen. Im übrigen kommen für die Ansiedlung wegen des heißen Klimas nur die höher gelegenen Teile unserer Schutzgebiete in Frage.