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Unsere Schutzgebiete nach ihren wirtschaftlichen Verhältnissen: im Lichte der Erdkunde dargest. / von Christian Gottlieb Barth
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Dritter Abschnitt. Bergbau.

als bisher zu fördern, um so mehr als sie nicht bloß auf landwirt­schaftlichem Gebiete für unseren überseeischen Besitz von größter Bedeutung sind, sondern ganz ebenso für die Entwicklung des Bergbaus, der Gewerbebetriebe, der Ansiedlung, des Handels und des Verkehrs.

Dritter Abschnitt. Mergbau.

Wie bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen, so beziehen wir auch an Mineralien ganz erhebliche Mengen vom Auslande. Im Jahr 1907 z. B. betrug unser Bedarf an Golderzen 95 Tonnen, an Zinnerzen 9940, an Graphit 27 223, an Zinkerzen 149 840, an Bleierzen 136 565, an natürlichem phosphorsaurem Kalk 578 034, an Erdöl 1020 656 und an Eisenerzen sogar 4 571668. Hierdurch gerät man wie bei der Baumwolle nur zu leicht in so bedenkliche Abhängigkeit von anderen Ländern, daß der Bezug aus eigenen Gebieten einen großen wirtschaftlichen Vorteil gewährt. Außerdem ist zu beachten, daß durch die Ausbeutung von Bodenschätzen andere Erwerbszweige, Landwirtschaft und Gewerbe, Handel und Verkehr, einem raschen Aufblühen entgegengeführt werden.

Leider sind wir über das Vorkommen nutzbarer Mineralien in unseren überseeischen Gebieten eigentlich nur wenig unterrichtet. Die üppige Pflanzendecke der heißen Striche und die Wasserarmut der gemäßigten erschwerten eingehende Untersuchungen in hohem Grade. Die Eingeborenen beuteten bloß zu Tage liegende Mine­ralien aus. Eine planmäßige wissenschaftliche Erforschung wurde fast nur in Ostafrika betrieben. Von Kamerun ist streng genommen nur das Küstenvorland nach seinem inneren Aufbau untersucht. Von Südwestafrika bloß das weitere Hinterland der Walfischbai und der Lüderitzbucht. Togos Gesteinsverhältnisse erfuhren erst in den letzten Jahren ausgiebigere Berücksichtigung. Noch weniger geschah in der Südsee. So viel aber steht doch heutzutage fest, daß unser viel verschrieenesSandloch" Südwestafrika in seinen Kupfergruben und Diamantfeldern ganz namhafte Bodenschätze umschließt.

In der ersten Zeit dachte man hier, dem Gestein und den Ver­hältnissen im östlichen Südafrika entsprechend, vor allem an Gold. Es trat an verschiedenen Stellen, meistens in Verbindung mit Kupfererzen auf (bei Usab, in der Pot-Mine, bei Usakos und im