Anbau, Aufbereitung, Ertrag, Feinde.
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Der gefährlichstesFemd des Kaffeebaumes ist ein Rostpilz (Heini- leig, vWwtrix Leil!. et Lr.), der die Blätter befällt und zum Absterben bringt, wodurch dann meist die ganze Pflanze zugruude geht. Er hat die aussichtsreichen Bestände auf Samoa völlig vernichtet. In Usambara (Segoma und Magroto) fielen 1901 und 1902 Hunderttauseude von Kaffeebüumchen eiuem Rüsselkäfer (Melbock) zum Opfer. Dieser Umstand hat im Verein mit der oft uuvvrsichtigeu Auswahl des Geländes, mit dem mangelhaften Reinhalten der Felder, mit der ungenügenden Düngung uud den uugeschulten Arbeitskräften dazu beigetragen, daß die Pflanzungsgesellschaften Usambaras im Jahr 1907 nicht mehr als 400 716 ^ (im Wert von 439 944 ^T) ausführen konnten. Insgesamt schickte aber Ostafrika 631 926 über die Grenze (Wert 540 093 Daneben gelangten durch Neu-Guinea noch 4 710 KZ zur Ausfuhr, für die 5542 ^ bezahlt wurden.
7. Ölfrüchte.
Hier kommen vor allem Kokospalmen, Olpalmen und Schibäume, die Erdnuß uud das Sesam in Betracht.
Die schlanke (bis zu 30 in hohe) Kokospalme (iüoeos nueiterA. 1^.) umsäumt die Küsten unserer Schutzgebiete von Togo bis Samoa. Der anspruchslose und dabei überaus nützliche Baum wächst selbst auf magerem Sand- und Kalkboden ohne Zutun des Menschen. Sumpfigen Untergrund aber liebt er nicht. Die äußere, 3—5 ein dicke, faserige Fruchthülle macht die Nüsse schwimmfähig. Zugleich verhindert ein wasserdichter Wachsüberzug das Eindringen des Seewassers. Daher kann das Meer viel zur Verbreituug der Pflanze beitragen. Nur in Südwestafrika und Kiautschou siud keine Kokospalmen anzutreffen.
In Togo, Ostafrika uud in der Südsee pflanzt man den dankbaren Baum neuerdings in großem Maßstabe an, indem man Abstände von 10 in einhält. Die Kokospalme wächst zwar langsam heran: auf die ersten Früchte darf man gewöhnlich nicht vor dem siebenten Jahre, auf volle Ernten nicht vor dem fünfzehnten rechnen. Dann aber hält die Ertragfähigkeit mit ziemlicher Sicherheit sechs bis siebenJahr- zehnte an, wenn man sich der geringen Mühe unterzieht, den heranwachsenden Baum durch fleißiges Umgraben zu kräftigen, sowie gegen Unkraut, Ratten und Ungeziefer zu schützen. Die lange Wartezeit läßt sich durch den Anbau von Zwischenfrüchten (Baumwolle, Sesam, Mais, Bohnen und Maniok) verkürzen. Hierdurch werden zudem