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Unsere Schutzgebiete nach ihren wirtschaftlichen Verhältnissen: im Lichte der Erdkunde dargest. / von Christian Gottlieb Barth
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Zweiter Abschnitt. Land- und Forstwirtschaft.

dings von der Baumwolle weg lohnenderen Gewächsen zu. Trotz­dem bezifferte sich die Ausfuhr unserer Schutzgebiete im Jahr 1907/08 auf 2671 Ballen (zu 500 Pfund), ein bescheidenes Ergebnis im Vergleich zum ganzen Bedarf Deutschlauds (der 1 800 000 Ballen umfaß't), ein hocherfreuliches aber im Blick auf die kurze Zeit der Be- tätigung und die großen Hindernisse, die dem tatkräftigen Vorgehen im Verein mit dem Mangel an leistungsfähigen Verkehrsmitteln entgegentraten. Hochersreulich auch, weil der größte Teil der Baum­wolle von Eingeborenen und Kleinsiedlern stammt. Die Wirkungen der durch das zielbewußte Vorgehen des Kolonial-Wirtschaftlichen Komitees ins Leben gerufenen Baumwollpflcmzungen in den ostafrikanischen Bezirken Tanga, Wilhelmstal, Bagamojo, Moro- goro, Mohoro und Kilwa haben 40 Unternehmungen zusammen 71460 Ira belegt werden erst während des laufenden Jahres in Erscheinung treten.

5. Kakao.

Der Kakaobaum (Itieodioina. (^ea.o I..) ist weit heikler als die Baumwollstaude. Zu vollem Gedeihen beansprucht er nicht bloß einen fruchtbaren Verwitterungsboden sondern auch ein feucht­warmes Klima, das ihn aber andererseits weder durch Sonnenstrahlen noch durch ständiges Grundwasser belästigen darf. Als schwach bewurzelter Waldbaum will er sogar gegen starke Winde geschützt sein. Der Pflanzer sucht daher für ihn gewöhnlich reichbewässerten, vulkanischen Verwitterungsboden aus, wie er sich am Kamerun- gebirgsstock und in den Manengubabergen, am Kilimcmdjaro, am Njassasee und in Ruanda, auf Neu-Guinea (Neu-Pommern, Neu- Mecklenburg, Neu-Hannover), auf Samoa, sowie auf den Hochinseln der Karolinen und Marianen findet. Als Schattenspender empfehlen sich Olpalmen und Kautschukbäume (Hevea, di-Agiliensis, XieKxia, elastioa und lüsstilloa. elastiea). Wenn dann der Kakao müde wird, so lassen sich aus den Zwischenpflanzen neue Erträge gewinnen. An Sonnen- und Windschutz darf es besonders im weniger reich bewässerten Togo und in Ostafrika nicht fehlen.

Auf gutem Boden (Neu-Guiuea, Samoa) stellen sich die ersten Ernten bereits im dritten, sonst im fünften Jahre ein. Um diese Zeit setzen sich am Stamm und an den Ästen, wo sich die Narben der abgestorbenen Blätter befinden, blaßrosarote Blütenbüschelchen an, die sich zu deu gurkenartigen Schoten entwickeln, welche, in fünf Fächern angeordnet und in rosagelbliches Mus eingebettet, die zahl-