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Unsere Schutzgebiete nach ihren wirtschaftlichen Verhältnissen: im Lichte der Erdkunde dargest. / von Christian Gottlieb Barth
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Witzenhausen, Engelport, Missionsgärten.

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werden. Sie erreichen wohl manchmal keinen besonders großen Umfang. Allein durch ihre Zahl und das lebendige Vorbild, das sie den Eingeborenen täglich vor Augen stellen, üben sie einen nachhaltigen Einfluß auf ihre Umgebung aus.

Das Ergebnis aller wissenschaftlich-wirtschaftlichen Bemühungen der Gesellschaften wie des Staates läßt sich heutzutage dahin zusammenfassen, daß Kautschuk und Guttapercha Aussicht haben, nächstdem in die erste Stelle unter den Erzeugnissen unserer Schutzgebiete einzurücken. Den zweiten Platz wird, wie seither, der Sisalhans behaupten. Ob ihm die Baumwolle diesen Rang streitig machen kann, darüber dürfte schon die nächste Zukunft Auf­schluß geben. Der Kakao wird immer eine bedeutende Rolle spielen. Der Kaffeebau indessen bietet nur in Ostafrika und Neu-Guinea lohnende Aussichten. Die Ölfrüchte wiederum versprechen überall reichen Gewinn. Unter der Menge der übrigen Nutzpflanzen kommt namentlich dem Mais eine besondere Bedeutung zu. Die grasreichen Binnenländer geben der Viehzucht Gelegenheit zu er­sprießlicher Bethätigung. Aus den dichten Waldbeständen aber kann die Forstwirtschaft reiche Erträge gewinnen.

2. Kautschuk und Guttapercha.

Beide Rohstoffe sind sehr nahe miteinander verwandt. Die chemische Formel (0^ H^g) lautet für Kautschuk und Guttapercha sogar gleich. Trotzdem zeigen beide ganz verschiedene Eigenschaften: die Farbe des Kautschuks ist im Handelszustande weiß- oder dunkel­braun. Das Gutta dagegen spielt ins Weißgraue. Seine Masse ist so weich, daß sie sich im Gegensatz zum Kcmschuk leicht schneiden und bis zum Durchscheinen auswalzen läßt. Für den Geruch wird Guttapercha erst durch Erwärmung wahrnehmbar, Kautschuk jederzeit. Endlich setzt Guttapercha den Einwirkungen von Luft, Licht und Wasser einen weit größeren Widerstand entgegen als sein naher Verwandter.

Der Kautschukverbrauch hat in der letzten Zeit eine ungeheure Ausdehnung angenommen. Im Jahr 1840 führte Brasilien, das damals hierfür fast ausschließlich in Betracht kam, 400 Tonnen aus. Für 1907 wird der Gesamtverbrauch auf 68 173 Tonnen an­gegeben. Gerade Deutschland beteiligt sich an dieser ungewöhnlichen Entwicklung in ganz hervorragender Weise. Noch 1890 verarbeitete es nicht mehr als 3031 t im Wert von 31100000 Mark. Im Jahr 1900 betrug sein Bedarf bereits 8651, 1905 aber schon 13 542 t,