XXIX. KAPITEL
Zweiter Aufenthalt in Buköba.
Nachdem ich am 17. März in Buköba eingetroffen war, übergab Langheld mir am 22. die Geschäfte der Station, da die Verhältnisse ihn zwangen, sich nach Mwänsa zu begeben. Zu meinen eigenen dreissig Soldaten bekam ich noch zehn weitere von der früheren Besatzung.
Vierzig Soldaten waren für eine von allen Verbindungen fern gelegene Station eine immerhin nur sehr beschränkte Macht; denn wenn je in der Umgegend irgend welche Unruhen ausbrachen, so musste man doch einen Theil der Leute als Besatzung der Station zurücklassen und hatte demnach nur 25 — 30 Mann als mobile Truppe. Während der Dauer meines Aufenthaltes musste ich auch jene erwähnten zehn Soldaten noch allmählich nach Süden schicken, so dass mir schliesslich nur noch soviel blieben, als zur Besetzung und Instandhaltung der Station äusserstens erforderlich waren.
Langheld hatte während des Jahres unserer Abwesenheit geradezu Erstaunliches
0 Abb. 224.
geleistet. Ein Quadrat von nahezu sechzig Langheld) Kompagnieführer der Meter Seitenlänge war von drei Meter hohen Kaiserlichen Schutztruppe.
Mauern umgeben und an zwei gegenüberliegenden Ecken von massiven Bastionen geschützt worden (Abb. 225). Der Innenraum war in zwei Höfe getheilt, die von tembeartigen, meist mit Veranda versehenen Gebäuden umgeben werden. Um den einen Hof liegen die Wohnungen der Soldaten, während rings um den anderen sich die Zimmer der Europäer, die Magazine und Räume für Handwerker u. s. w. befinden. In der Mitte des zweiten Hofes, der mit Beeten, Bäumen (Dracaena) und andern Gartenanlagen geschmückt ist, hatte man auf einer Aufmauerung ein luftiges ge*
Stulilinann, Emin. 44
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