Njanti-Gebirge.
Lunda, den z. Dczember I?l2.
ch kann es eigentlich selber kaum glauben, daß wir gestern oben gewesen sind auf einem der höchsten und sicher auf dem steilsten Bergturm des Jangba- gebirges, das wir aber von jetzt an „Njanti-Gebirge" nennen werden, nach seinen Bewohnern, den Mendjanti. „Jangba" ist der Name des von uns bestiegenen Eckpfeilers an der Nordostecke des ganzen Massivs.
Von Ditam aus hatten wir vergeblich am Südost- Horizont nach den scharfen Spitzen gesucht, die wir von Linde aus gesehen hatten. Der dichte Dunst, der jetzt schon wieder auf dem ganzen Lande liegt, hinderte die Fernsicht. Es ist ja schon wieder die reine Trockenzeit mit den Sonnenauf- und -Untergängen in trübem, rotgelbem Dunst, den Nebeln am Fuß der Berge und der unsichtigen, flimmrigen Luft. Vor zwei Wochen hatten wir in Ngambe den letzten Regen.
Gegen Ende unseres ersten Marschtages, der uns immer noch durch Ölpalmwälder führte, sahen wir dann plötzlich, riesenhaft groß und doch wie Schatten nur im gelben Dunst, die grotesken Linien des Gebirges: eine lange, zackige Kette, die im Westen und Osten durch riesenhafte Ecktürme