Der Kim
gleitsoldaten beizugeben. Wie gut es uns jetzt geht! Freilich erst, nachdem ein Unglück geschehen war.
Bei völliger Dunkelheit kamen wir gestern abend im letzten kleinen Jcckongdorf an, beide so erschöpft, daß wir heute nicht weiter konnten, sondern einen Tag blieben. Morgens waren wir noch einmal am Kim, der in zwei Armen durch eine wilde Felslandschaft bricht. Das hatten wir hier am wenigsten erwartet: diese mächtigen, kahlen Granitkuppen und -platten und das brausende, reißende Wasser dazwischen. Der schmalere Arm, der immerhin wohl 15 m breit ist, schießt an einer Stelle zwischen Felsbänken durch eine höchstens 3 m breite Klamm in tollem Wirbel, in rasender Geschwindigkeit. Die Brücke, deren Schadhaftigkeit die Dorfleute durch Gras zu verdecken suchten, führt gerade über diesen Strudel. Über dem großen Kim schwebt eine prachtvolle, feste Hängebrücke, sie konnte gut mehrere Leute tragen und ist so eng geknüpft, daß es ein Vergnügen war, darauf zu gehen.
Morgen kampieren wir in der Savanne. Es war sehr schwierig, aus den rückliegenden kleinen Dörfern genügend Verpflegung für unsere SO Köpfe starke Karawane zusammenzubringen, erst einmal für den Aufenthalt hier und dann gar für das Vuschlager. Wer die Körbe voll Mehl hinträgt, ist noch eine weitere, bisher nicht gelöste Frage. Übermorgen sollen wir ein kleines, neu angelegtes Njuadorf erreichen, in dem es aber noch keinerlei „Chop" gibt. Hoffentlich schickt der Häuptling von Njua etwas zu essen dort hin.
Ngambe, den Z l. November ISI2.
Nach unserem zuerst aufgestellten Plan sollten wir heute in Ditam eintreffen. Und wir sitzen immer noch in