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Sklaven und einer Schar schwer bepackter, aber stets wohl geschmückter und immer strahlend vergnügter Weiber zieht, die einem noch lange ihr „reise gut nach Tibati" nachrufen. Ein besonders reicher Mann hat ein paar Esel bei sich, oder gar ein Pferd. Manchmal gehen nur zwei Leute zusammen, jeder sein Handelsbündel in dem langen, schmalen Haussahkorb und seine zusammengerollte Schlafmatte auf dem Kopf. Niemals wandert der Haussah allein.
Ganze Herden Rindvieh haben wir getroffen, die größte von 50 Stück. Und was für Vieh! Alles große, stattliche Buckelrinder, hellbraun, dunkelbraun oder weiß- grau, teils mit den fast geraden, seitlich weit ausladenden Hörnern der Fullahrasse, teils mit den mächtig geschwungenen, die anderen an Größe noch übertreffenden Gehörnen der Bororo-Tiere. Das geht alles nach Joko und verschwindet dort im Haussahdorf, wo täglich ein Rind geschlachtet wird. Vor Morgengrauen ziehen aber auch Karawanen von dort weiter südwärts, nach Dengdeng vor allem, und auch nach Jaunde, wo Riesenpreise für Rinder bezahlt werden.
Tibati, den 20. August 1912.
Eine neue Welt. Durch weite, fast unbewohnte Savannen, vom Land der Tikar und Wute getrennt, beginnt hier die Welt der Fullah, wo der Abstand zwischen Herren und Knechten deutlicher fühlbar wird als irgend fönst bei schwarzen Völkern, wo eine alte Kultur Hand in Hand geht mit skrupellosem Vernichten und Ausrotten von Menschen, ja Völkern.
Sie müssen früher unmenschlich hier in diesen Gegenden gehaust haben, diese vornehmen Reitervölker, denen Ackerbau Sklavenarbeit war, von der man sich eben die Früchte durch Gewalt nahm, die ihre riesigen Herden auf