Auf dem Weg nach Tibati
Dogo, den 15. August 1912.
Wir können nicht widerstehen. Tibati so nahe, die einzige große Fullahstadt, die im Bereich unseres Reisegebiets liegt, und zudem ein Punkt, dessen geographische Breite bekannt ist; das Wetter, trotz des gestrigen Beginns des „Regenmonds", noch erträglich, Proviant für 3 Wochen in den Küchenlasten — wie können wir da umkehren?! Und wenn wir schließlich auch den Rückmarsch nach Joko im strömenden Guß machen müssen, — was schadet das?!
So haben wir gestern früh mit raschem Entschluß den Headman Mbo und drei Träger nach Joko zurückgeschickt, damit sie den Rest unserer köstlichsten Tauschwaren für den Lamido von Tibati und Tabak, Spiegel, Löffel, Kämme und, anderen Kram für Haussah- und Baia-Volk holen. Wir sind im Einbaum über den Meke-Bangere, den Grenzfluß zwischen Joko- und Banjo-Bezirk gegangen und befinden uns jetzt im Machtbereich des Sultans von Tibati. Boten von seinem ersten Unterhäuptling, einem Wute-Mann, der am Fluß sitzt, sind schon vorausgegangen, um unser Nahen zu melden.
Wie wir gestern und vorgestern gemerkt haben, reicht / der Islam genau so weit, wie die Herrschaft der Fullah. Alle die Wute-Leute, die hier an der Joko—Tibati-Straße nördlich des Grenzflusses wohnen, sind auf Geheiß des Lamido von Tibati äußerlich Muhammedaner. Man hört sie ihre Suren ableiern und abends mit Vcrneigungen ihre Allah-Anrufungen singen. ..»e iriske ^Uari like äem Naus8aK people." i) sagen grinsend unsere Boys, die als Grasländer den Haussah nie als voll ansehen und es entsetzlich albern finden, daß ein „proper vugkrnan" deren Faxen nachmacht.
') „Sie machen Allah wie die Haussah-Lcute."