Nöte der Regenzeit I4Y
lich gehabt. Freilich, zwei Regengüsse hatte man zu überstehen, aber daran gewöhnt man sich schon ganz und gar, es stört einen kaum noch. Und man begrüßt es jetzt als ein Glück, wenn es nachts recht toll gießt, dann ist Hoffnung, daß es am nächsten Tag klar wird. Manchmal ist es freilich etwas arg. Eines Abends gegen 9 Uhr brach ein furchtbares Gewitter los, als wir gerade in einer leeren Hütte saßen und Photographien entwickelten. Sofort war das Dach vom Wind zerrissen, es regnete herein. Ich hockte unter einem Schirm und schützte nach Möglichkeit die Kassetten, während Franz hinauslief, um Leute zum Helfen zu holen.
Draußen fand er ein noch größeres Unheil: ein Schlammstrom hatte das Zelt heimgesucht. Über den abschüssigen Dorfplatz, auf dessen Mitte das Zelt steht, war er gekommen, hatte im Nu den Schutzgraben ausgefüllt und war darüber hin ins Innere geschossen. Dazu waren von dem Wind Zeltpflöcke aus der Erde gezerrt. Schnüre zerrissen, das Zelt dem Zusammenstürzen nahe. Wir hatten die halbe Nacht zu tun, bis alles leidlich geborgen und in Ordnung war. Und den nächsten Tag und die nächste Nacht regnete eS beharrlich weiter, es war keine Möglichkeit, all die durch- näßten Sachen zu trocknen, ziemlich bekümmert saßen wir in dem Überfluß von Feuchtigkeit und verwünschten fast das Reisen in der Regenzeit. Aber als es dann hinterher wieder sonnig und so wundervoll klar wurde, flohen die trüben Gedanken schnell.
Longwe, den l ü. Juli >?>Z.
Wenn wir unsere Aufgabe nur darin sehen wollten, eine Karte des Landes aufzunehmen und Bau und Formen der Gebirge zu untersuchen, dann müßten wir den heutigen