Druckschrift 
Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
Entstehung
Seite
138
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die Stimme ihres Vaters und schrien und fingen an, den Hund inwendig zu kneifen und zu beißen.

Da schrie der Hund sehr und sagte:Ja, ich habe das Löwenfleisch für dich bitter gemacht, weil ich es selber fressen wollte". Das Chamäleon rief seine Jungen:Kommt heraus". Da spazierten die Jungen alle hinterwärts wieder heraus. Der Hund aber riß aus und lief in den Wald. . . .

Ngadde, den 4. Juli l?I2.

Am Abend vor dem Abmarsch zog blauschwarz von Osten her eine riesige, schwere Wolkenbank. Nachts goß es in Strömen, es regnete sogar in unserm festen, well- blechgedeckten Haus durch. Und als wir am frühen Morgen aufstanden, fegte die dunkle Wolke von Westen her über den Himmel zurück. Nur im Osten war es noch klar; gelb­roter Sonnenaufgangsschein brach in Streifen durch Wolken­bänke. Auf der Wute-Ebene lag ein schweres, weißes Nebelmeer. Es sah bedenklich aus. Nach einer Stunde waren die Nebel unten in Bewegung geraten, sie zogen die Täler aufwärts zu uns auf die Höhe und hüllten im Nu alles in ihre dicken, feuchten Schwaden. Kaum sah man mehr die nahe letzte Kette des Gebirges, von der Ebene war nichts mehr zu ahnen, die Welt fchien hinter den nächsten Wute-Hütten aufzuhören. Noch nie habe ich so stark das Gefühl gehabt, daß ein solcher Aufbruch immer ein Weg ins Ungewisse ist, und mit einem leichten Schauer fragte man sich, was uns wohl hinter diesem weißen Vor­hang an günstigem oder feindlichem Geschick erwarten möge.

Bisher war es ganz erfreulich, wir sind fchon gut Freund mit dem Gebirge. Dreimal waren wir jetzt oben.