Unsre Leute bei ihrer Arbeit IZl
Ioko, den Z5. Zum I?l2.
Man mag seine Pläne machen, wie man will, hier in Afrika kommt es doch immer ein bißchen anders. Die Träger sind ausgeblieben, mit denen wir an den Südrand der Ndomme ziehen wollten, und wir müssen mit dem Abmarsch warten. Es war vielleicht gut, denn am Sonnabend und Sonntag hatte es den ganzen Tag geregnet, und am Montag, dem geplanten Aufbruchstag, goß es; da wäre das Marschieren übel gewesen. Heute aber ist es sonnig und windig, so daß alle Nässe rasch trocknen wird und wir morgen aller Voraussicht nach das schönste afrikanische Reisewetter haben werden.
Wir haben gestern und heute die Gesteinssammlungen der letzten Monate durchgesehen und geordnet; drei hübsche Trägerlasten sind das wieder, und die Schwarzen stehen fassungslos davor. Es muß ihnen ja auch verrückt vorkommen, wenn wir die Granit- und Gneisbrocken sorgfältig sammeln, mit Begleitzetteln in Papier wickeln und vorsichtig, damit sie nicht zerreiben, einpacken, im Land umher und gar nach Deutschland schleppen. Aber die Technik des Handstückeschlagens und des Verpackens haben sie vorzüglich heraus. Im Lauf der Zeit hat überhaupt jeder von unseren Leuten seine speziellen Arbeiten gut gelernt. Das Geschick, mit dem der Pflanzenjunge Blumen sammelt, preßt, immer wieder umlegt und beurteilen kann, ob sie trocken genug sind, um in die Alkoholkiste gelegt zu werden, überrascht mich immer wieder. Die Perle Mbo schlägt den Peiltisch auf und stellt ihn mit der Libelle horizontal, besser als Franz und ich das fertig bringen.
Allmählich sind auch ein paar Leute, die in Bamum als Träger bei uns eintraten, zu solchen höheren Ehren
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