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Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
Entstehung
Seite
107
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Briefe aus der Heimat 107

liches Eigentum, alles was sie an Hausgerät mit in die Ehe gebracht und während der Zeit geschenkt bekommen hat, wieder mit. Ihren Eltern ist sie stets willkommen, und meistens verheiratet sie sich bald wieder.

Auch eine Witwe bleibt nie allein. Der Bruder ihres Mannes holt sie in sein Gehöft, oder ein erwachsener Sohn sorgt für sie. Das Elend einer verlassenen, alten oder armen Frau gibt es bei diesen sogenannten Wilden nicht...

- Am Tage, ehe wir Jakong erreichten, haben wir einen großen Packen Briefe und Zeitungen bekommen, die Post, die am 9. März zu Haus abgegangen ist; sechs Wochen hat sie gebraucht, bis sie uns erreichte. Was solche Posttage in der Wildnis für große Feste sind, kann man sich zu Haus überhaupt nicht vorstellen. Noch tagelang kehrt jeder Ge­danke immer wieder dahin zurück. Die Briefe werden fast auswendig gelernt, die Zeitungen von der ersten bis zur letzten Zeile durchstudiert. Erst lieft jeder für sich, dann liest man es sich gegenseitig noch einmal vor, und alle Ge­spräche drehen sich darum.

Da wir alle drei krank gewesen sindj hat Franz an den Stationsleiter von Joko die Bitte gerichtet, uns für einige Zeit zur Erholung auf der Station aufzunehmen, falls Platz da sei trotzdem uns ja das Wohnen auf Stationen untersagt war; aber das riskiert man in solchem Fall einfach. Von Joko kam umgehend die liebenswürdige Antwort, wir seien jeden Augenblick willkommen, Platz sei reichlich vorhanden, man freue sich, uns helfen zu können, wir störten ganz und gar nicht.

Joko, den I Z. Mai I?IZ. Endlich sind wir in Joko! Später, als wir gedacht hatten, und nach manchen schweren Tagen. Und wie eine