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Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
Entstehung
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jOO Krankheit und Sorgen

ich eine richtige Kur mit Franz anfangen; es geht ihm täglich besser, und er verträgt Reis sehr gut. Waibel hat heute an der Straße topographiert, es strengt ihn aber sehr an, lange Märsche wird er noch nicht machen können.

Den 2l. April.

Es ist ihm so schlecht bekommen, daß er einen Rückfall erlitten hat. An solche Arbeiten ist also einstweilen weder für Franz noch für Waibel zu denken. Ich muß fehen, was ich machen kann, damit doch diese Wegstrecke aufge­nommen wird. Vorgestern habe ich schon eine Peilung und Kartenskizze von einem an der Straße liegenden Aus­sichtspunkt gemacht; die Straße weiter zu topographieren werde ich ja wohl auch fertig bringen. Ich muß jetzt tapfer sein und die Führung der Expedition in die Hand nehmen. Wenn ich nur gesund bleibe, wird es auch gelingen.

Jakong, den 5. Mai l?I2.

Wir haben gestern die Genesung von Franz gefeiert; drei volle Wochen sind seit den letzten Krankheitserscheinun­gen verflossen, ohne daß der geringste Rückfall eingetreten wäre, da darf man wohl von Gesundung reden und mit aller denkbaren Vorsicht allmählich zum Leben der Gesunden zurückkehren. Zur Gesellschaft feiern wir gleich meine Genesung mit. Ich habe höchst überflüssiger Weise eine dumme Malaria gehabt, die sich ewig lange hinzog, am 22. April anfing und erst gestern zu Ende war. Das Fieber ist nie hoch gekommen, aber auch nicht fortge­gangen. Zum Glück waren an den ersten Tagen die Vor­mittage immer ganz fieberfrei, so daß ich doch einiger­maßen topographieren konnte, wenn wir in ganz kurzen Märschen vorwärts rückten.