Druckschrift 
Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
Entstehung
Seite
79
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Kleine Schwierigkeiten ?Y

Laut außer dem sanften Schwirren des kleinen Instru­ments. . . .

Die Musik und die Worte der Gesänge hat man ja im Phonographen festhalten können, und die Vormittagö- szenen, wenn die Leute nach allerlei Zureden in den Schall­trichter hincinsangen und ihre eigenen Stimmen dann gleich wieder hörten, waren sehr komisch, aber die entzücken­den Tanzbilder sind nicht zu fangen, man kann sich ihrer nur erinnern.

Moschingbe, den l I. März I? IZ.

Heute habe ich Franz allein auf den Bagabcrg steigen lassen, sitze unten im Lager und ruhe mich aus. Die letzten Tage waren zu toll. Seit Bcngbeng ist eines der Pferde krank. Und der schlimme Fuß von Franz machte es un­bedingt nötig, daß er auf den guten, zu Pferd passierbaren Wegstrecken, also aus den langen, heißen Grasrücken, ritt; die unglaublich schlechten, schwierigen Pfade durch die Wälder waren ohnehin fast zu anstrengend für ihn. So bin ich also mehrere Tage zu Fuß gegangen, und es ist mir auch nie zu viel gewesen; nur gestern, um die Mittags­stunde, konnte ich nicht mehr recht. Nun nehme ich mir den heutigen Tag ganz und gar zum Erholen und Ruhen.

Ich habe den Wald, durch den wir letzthin soviel ge­zogen sind, gründlich satt. Auf den Haussahgummipfaden dahinkriechen, fortwährend stolpern, nichts sehen und dabei immerwährend in den ärgsten Windungen nach allen Richtungen gehen müssen das macht einen auf die Dauer ganz schwindlig. Das einzig Interessante an den letzten zwei Tagen war die Entdeckung, daß diese Gegend von Tikar ungeheuer dicht besiedelt ist, alle halbe Stunde ein Dorf, eine kleine Einzelnicdcrlassung, und zwar recht