Arbeiten auf dem Marsch
ist es kaum zum Aushalten. Bei näherem Zusehen findet man unter Tieren und Pflanzen manche, die an den Tieflandsurwald gemahnen: Papageien, Webervögel, Papayabäume mit melonenartigen Früchten, die alle im Hochland von Dschang und Vamum nicht heimisch sind.
Morgens ist es meist sehr trübe; alle die kleinen, runden Häuser, die Bäume, die Mattenzäune liegen dann ganz schattenhaft in dem weißen Nebel, der sich erst zwischen 10 und 11 Uhr verzieht und der heißen Sonne weicht. Aber auch wenn sie nachmittags vom wolkenlosen Himmel brennt, haben alle Farben etwas Verhaltenes im Flimmern der glühenden Lust.
Njua, den 14. Februar lylZ.
Drei anstrengende, aber wunderschöne Tage liegen hinter uns. Jetzt hat die Wegarbeit begonnen, durch die wir uns das Land erst recht zu eigen machen wollen. Franz topographiert mit Kompaß und Uhr, ich zeichne Bergprofile, Landschaftsskizzen, schlage Steine, sammle Pflanzen. Die fröhliche Unterhaltung der Anmarschzeit hat ausgehört; wir stecken mitten in unseren Aufgaben, nach denen wir uns so lange gesehnt haben.
In der Nähe von Ngambe ist noch viel Wald. Der Pfad war eng und niedrig, so daß man beim Reiten mit den Füßen im Unterholz hängen blieb, mit den Knien an Baumstämme rannte und sich mit Hut und Haaren in Lianen und Zweigen fing.
Am ersten Tag rasteten wir in Umo, einer der vielen, im Tikarland jetzt neu entstandenen Siedelungen. Früher, in den Kriegen mit Tibati, haben die Tikar in großen, festen Städten gewohnt, oft mehrere tausend Menschen zusammen, geschützt durch Wälle und Gräben. Jetzt, da die