Druckschrift 
Auf der Savanne : Tagebuch einer Kamerunreise ; mit 16 Bildtafeln und Abbildungen im Text nach eigenen Zeichnungen und Photographien und einer Übersichtsskizze des Reisegebietes / von Marie Pauline Thorbecke
Entstehung
Seite
60
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Ngambc, den 2. Februar I9IZ.

n drei Gewaltmärschen haben wir die Strecke von Bamum nach Ngambe hinter uns gebracht. Der Übergang über den 120 in breiten Mbam ist mit einem großen Einbaum in der Nacht bei Mondschein be­werkstelligt, ein Soldat hat bei den Lasten am anderen Ufer geschlafen, wir sind früh um 5 Uhr mit den Betten und letzten Koffern nachgekommen. Dazu hatten wir sehr schlechte Träger: alte Männer, halbwüchsige Jungen, viele mit kranken Füßen ^ und kaum etwas zu efseu für die 170 Leute! Wir selber hätten die Strecke nicht so rasch geschafft, wenn wir nicht die Pferde gehabt hätten. Das Lattapon» ist zwar noch nicht geritten worden, aber mit den beiden anderen haben wir zu dreien gewechselt; es ist auch angenehmer, zwischendurch einige Stunden zu gehen; wenn man den ganzen Tag im Sattel sitzt, ist man abends vollkommen lahm.

Den ersten Tagemarsch haben wir sogar ganz zu Fuß gemacht, denn gleich nachdem man den Wall von Fumban verlassen hat, wird der Weg unglaublich schlecht. Immer abwärts, abwärts, steil, auf schmalen, zerrissenen Pfaden, durch Bäche mit spiegelglatten Granitplatten im Grund, eine so schroffe Wand hinunter, daß die Menschen vor-