Futter zubereitet. Franz hat sie schrecklich bedroht, wenn sie das Feuer nicht hüteten, würde jeder von ihnen erst von den Soldaten Prügel kriegen, und nachher würde er sie noch totschießen. Jetzt sind alle Feuer erloschen, die kleinen Boys sind unter das äußere Zeltdach gekrochen, und wir wollen schlafen gehen.
Basset, den 8. Januar
Schon den vierten Tag sind wir im fabelhaften Land Bamum, vielleicht dem Land der intelligentesten Neger Kameruns, in dem für den Europäer wahrlich Milch und Honig fließt. Man wird behandelt wie ein in menschlicher Verkleidung wandelnder Gott. Der Sultan Njoja hat überall an der Straße riesige Raststationen bauen lassen und einen „Dji" eingesetzt, der voll Ehrfurcht alles herbeischafft, was man irgend haben will. Wenn unsere Träger alles das an einem Tag fressen wollten, was für sie angeschleppt wird, sie müßten sterben. Für uns stehen bei unserer Ankunft Körbe mit Hühnern, Töpfe mit Maismehl, große Trauben der herrlichsten Bananen bereit, und der Dji mit seinem Gefolge begrüßt uns so ehrfürchtig, daß nur noch der Fußfall fehlt. Bis Basset ist sogar ein besonderer Abgesandter Njojas uns entgegengekommen.
Es blutet einem das Herz, daß man hier nicht vier Wochen sitzen kann, nicht des guten Quartiers wegen, sondern wegen des zauberhaft schönen, gigantischen Vulkangebirges Bapit, an dessen Fuß wir lagern. — Franz und Waibel sind gestern gegen Abend noch auf einem der vielen, einzeln liegenden kleinen Vorkraterberge gewesen und kamen ganz außer sich vor Begeisterung zurück. Wie eine Mondkarte, Kraterring um Kraterring, sieht das Land hier aus, alles frische, schwarze Lava, und wo sie verwittert ist, ein üppiges Gartenland.